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Be inspired – Forschungsprojekte als Podcast

Durch Zufall bin ich auf die Seite “Stimmen der Kulturwissenschaften” von Daniel Meßner gestoßen. Selbst Forscher, möchte er mit der Seite Dissertationsprojekte der Kulturwissenschaften auch außerhalb des engen wissenschaftlichen Raum bekannt machen. Die Podcasts dauern zwischen 60 – 90 Minuten, in denen im Interview ein Doktorand sein Projekt vorstellt. Sehr praktisch ist auch die Anzeige von “Kapiteln” innerhalb des Podcasts, sodass man je nach Lust und Laune gezielt bestimmte Abschnitte hören bzw. wiederhören kann. Thematisch sind unterschiedliche Bereiche der Kulturwissenschaften abgedeckt.

Also los – lasst euch von den verschiedenen Forschungsprojekten inspirieren!


Gelesen und für gut befunden: 12.10.2012

Koalition bremst Transparenzregeln bei Nebeneinkünften aus (abgeordnetenwatch)

Wer zusätzlich zu seiner Abgeordnetendiät viel verdient, so der Plan, bei dem soll die Öffentlichkeit das auch erfahren. Dies war das Anliegen von SPD, Grünen und Linken, in deren Reihen es traditionell wenige Spitzenverdiener gibt, Karl Lauterbach und Peer Steinbrück einmal ausgenommen. Am Ende verständigten sich Koalition und Opposition darauf, das bisherige Drei-Stufen-Modell durch ein sieben stufiges System mit der Höchststufe 150.000 Euro zu ersetzen (s. rechte Grafik).

Im Gegenzug sollten jedoch alle Einkünfte unter 10.000 Euro (jährlich) von der Veröffentlichungspflicht ausgenommen werden, was offenbar CDU/CSU und FDP am Herzen lag. Das wäre eine deutliche Verschlechterung des Ist-Zustands, denn aktuell können nur Einnahmen unter 1.000 Euro (monatlich) vor der Öffentlichkeit geheimgehalten werden.

ALLES GUTE ZUM WELTMÄDCHENTAG, IHR KAFFEESCHUBSEN VON MORGEN! (mina)

Liebe Mädchen, nein. Ihr solltet heute keinen Weltmädchentag feiern. Ihr solltet Weltwölfinnentag feiern. Ihr müsst die Zähne fletschen und diesen manchmal gemeinen, manchmal uninformierten, manchmal egoistischen, manchmal schlichtweg ignoranten Arschlöcher zeigen, dass sie sich dahin verziehen können wo die Sonne nicht scheint. Schluss mit Haare zusammen machen um mit weiblichen Reizen nicht die ganze Abteilung abzulenken. Stellt eure Haare auf und feilt eure Krallen. Wörtlich und bildlich. Ihr seid noch jung. Das Leben ist unfair. Übt euch schon mal – es wird wohl die nächsten Jahrzehnte so weiter gehen.

It’s time for governments to finally put an end to child marriage (telegraph)

Forscherinnen werden für inkompetenter eingeschätzt (diestandard.at)

Das Ergebnis überrascht mit einer signifikanten Bevorzugung der als männlich ausgewiesenen Applikaten. Ihnen trauten sowohl die männlichen wie auch die weiblichen PersonalerInnen unbewusst mehr zu. Und weil sie als “einstellbarer” und kompetenter eingestuft wurden als ihre weiblichen Mitbewerberinnen, bekamen sie auch ein höheres Einstiegsgehalt und mehr Mentoring-Angebote offeriert.

Long live paper (NY Times)

Artikel darüber, dass wir zwar definitiv elektronische Medien zum Lesen nutzen sollten, dies aber noch lange kein Grund ist Bücher aus Papier zu verdammen oder gar für überflüsssig zu halten und deshalb abschaffen zu wollen. Denn nur weil eine Technologie neuer ist, bedeutet das nicht, dass die alte gar keinen Nutzen mehr hat.

Männer, Frauen und Kinder (draußen nur Kännchen)

Wenn ich aber nachdenke, geben die obigen Zitate recht gut wieder, was Single-Frauen über 30 – neben den wirtschaftlichen Gegebenheiten – auch erleben, wenn sie eine ernsthafte Beziehung eingehen möchten – eine, aus der Kinder hervorgehen könnten: Die Anzahl derjenigen Männer, die Verantwortung für eine Partnerin und eine Familie übernehmen wollen, ist geringer als die Anzahl der Frauen, die sich das wünschen. So kommt es, dass Frauen, die sich nach einer Partnerschaft sehnen, die vielleicht auch ihre Uhr ticken hören, die gerne eine Familie gründen würden, auf Männer treffen, die genau dies nicht wollen, die gerne Sex, aber nicht gerne Verantwortung haben, die, sobald es für sie eng und anstrengend wird, lieber weg sind.

Es ist das übliche Dilemma: Anscheinende bekommen Männer in unserer Gesellschaft keine Kinder. Drum sind sie weder für Geburtenraten noch für Fürsorge und Kindererziehung zuständig. Ganz klar.

NICHT UMSONST, FAST KOSTENLOS (litlog)

Der Asta der Uni Göttingen hat ein Kulturticket eingeführt. Subvention für die Kulturinstitutionen der Stadt im Ausgleich zu Vergünstigungen für die Studierenden.

Pharmakonzern Novartis bietet umstrittene Impfstoffe für Grippeimpfung an (spon)

 Petitionen sind fürn Arsch (metronaut)

Oder auch: dass die EPetition zum Leistungsschutzrecht nicht funktioniert hat, liegt daran, dass EPetitionen nur ein Mittel zur Meindungsbekundung unter vielen ist. Und dass diese Mittel zu häufig benutzt an Durchsschlagkraft verlieren. Es müssen also neue Protestformen gefunden und genutzt werden.

Gefahr für Steinbrück  (spon)

Der Bundestag kann sich nicht auf einen Wahltermin einigen. Und der Konflikt darum wirkt wie kleingeistiges Machtspiel.

Prüfung in Körpertoleranz (vorspeisenplatte)

“ob es sich um eine Vergewaltigung oder Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen handelt.” (Von Freiheit, Frieden und Frühlingsgefühlen)

Bei einem Gender-Training, das ich im Sommer geteamt habe, habe ich mal einen Einstieg gewählt, den ich vorher noch nie ausprobiert habe und der auch für mich als Teamerin eine ganz neue Situation geschaffen hat. […] Ich habe dieses Gender-Training damit begonnen, zuerst die Männer zu befragen, wie sie sich vor Vergewaltigungen schützen. Auf die Stille, das Nachdenken und die Verwunderung folgte dann die Antwort: “Nichts”.