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Eine Nähmaschine!!!

Das beste Geburtstagsgeschenk seit langem! (Es ist jetzt fast zwei Wochen her, aber sobald ich dran denke, dass ich jetzt eine eigene Nähmaschine habe, möchte ich noch immer Luftsprünge machen.)

Nähmaschine – verpackt. Ein super Geburtstagsgeschenk!

DANKE an Mama, Papa, Oma M., Opa M., Oma W., Opa W., Schwester, Bruder 1, Bruder 2, Freund. Ich hoffe euch ist klar, dass ihr zu Weihnachten alle selbstgenähte Textilien bekommt:)

Die schon erwähnte freie Zeit seit der Abgabe meiner Masterarbeit habe ich jedenfalls genutzt um fleißig zu nähen. Um die Nähmaschine erst mal kennen zu lernen habe ich mir zunächst was einfaches ausgesucht und eine Nackenrolle genäht.

Nackenrolle im Affendesing

Ich liebe ja bunte Stoffe! Und Farben. Und Muster. Solange ich mir selbst aussuchen kann, was drauf ist. Die Affen wären jetzt nicht meine erste Wahl gewesen, aber das Kissen ist ja auch nicht für mich <3.

Für mich ist dagegen eine Stiftrolle. Seit langem ärgere ich mich ständig darüber, dass ich meinen einen teuren Füller immer in einem Extrakästchen mit mir rumschleppe, weil ich nicht möchte, dass er in meinem Schlampermäppchen voller Kram zerkratzt. Aber irgendwie ist mir keine gute Lösung eingefallen. Dann stolperte ich bei der Suche nach Geburtstagsgeschenken auf Dawanda über hübsche Stiftrollen. Die Idee war zwar prinzipiell klasse, aber leider nutze ich normalerweise viel zu viele Stifte, um sie alle in einzelne Fächer zu packen. Und eine Rolle mit integriertem Mäppchen gab es nicht. (Inzwischen weiß ich auch warum.) Also dachte ich, naja, das muss doch ganz einfach gehen und habe ein Schnittmuster entworfen. Hübscher Stoff war auch schnell gefunden und das Produkt sieht so aus:

Stiftrolle, mit Schlampermäppchen und Extrafächern für Füller und Kleinkram

Stiftrolle geschlossen

Inzwischen weiß ich auch, warum es so was nicht zu kaufen gibt: Der Schlampermäppchenteil der Stiftrolle ist kaum zu nähen, weil man an alle Stellen nicht ordentlich hin kommt, nicht auf links (also von innen) arbeiten kann, da man dazu das Mäppchen umstülpen müsste, was wegen des langen Stoffteils aber nicht geht. Praktisch ist es trotzdem. Und ich liebe die Stoffkombinationen. Es passt perfekt zu mir!

Mein selbstgenähtes Kleid

Jetzt mit Update:

Mein Kleid ist fertig!

Trotz Frust mit dem Reißverschluss und großem Gejammer hab ich es geschafft mein Kleid viel schneller fertig zu nähen, als ich gedacht hätte. Dank Spezial-Reißverschlussfuß ging es am Ende dann doch ganz einfach und schnell.

 

Mein erstes selbstgenähtes Kleid

Mein erstes selbstgenähtes Kleid

Die Schnitte für die nächsten Projekte sind schon besorgt. Damit ich konstant überfordert bleibe, wage ich mich gleich mal historische Schnittmuster. Immerhin träume ich schon ewig von dem perfekten Empirekleid.

 

Update: Jetzt auch mit Foto. Eigentlich hatte ich ja auf etwas Sonne und ein echtes Sommerfoto gehofft. Eigentlich wollte dachte ich aber auch, dass ich nicht zu doof wäre den Blogeintrag im Voraus zu schreiben, automatisch zu veröffentlichen und das Foto zu vergessen.

Nähkurs

Ein Schnittmuster finden

Ich finde den aktuellen Handarbeits- und diy-Trend ja großartig. Dinge selbst zu machen, ist für mich viel befriedigender als sie einfach nur zu kaufen. Außerdem habe ich unruhige Hände, die eigentlich immer Beschäftigung brauchen, damit ich mich konzentrieren kann. Ob das jetzt sinnloses Gekritzel in Seminaren ist oder ein ein Nadelspiel beim Fernsehen: Sind meine Hände leer werde ich zappelig. Und auch wenn Nähen dann doch noch mal eine andere Liga ist, zumindest ein paar Grundkenntnisse wollte ich haben. Gerade auch, weil ich Selbernähen für eine gute Alternative zum Kauf unter dubiosen Bedingungen hergestellter Kleidung halte. (Wer zum Thema etisch korrektere Kleidung und allgemein verantwortungsbewussterem Leben weiter lesen möchte, sei hier auf Isabel Bogdans Überlegungen verwiesen) Natürlich ist auch hier die Lage nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick scheint, schließlich werden auch Stoffe irgendwo unter Bedingungen hergestellt, die alles andere als optimal sind.

Zuschneiden

Nach lagem hin und her (und jeder Menge selbst erzeugten
Chaos) habe ich es in diesem Semester dann geschafft, mich für einen
Nähkurs anzumelden. Zum Glück beherrsche ich, dank nähfertiger Mutter, einige Grundkenntnisse: einen Schnitt lesen, das Schnittmuster auf den Stoff stecken, zuschneiden – das alles hatte ich immerhin schon in Ansätzen gemacht.

Nähen

Aber nähen? Der letzte Versuch scheiterte an meiner Unfähigkeit mit einer Nähmaschine auch nur eine gerade (oder zumindest auf die richtige Weise gebogene) Naht zu nähen und wurde frustriert abgebrochen. Doch für diesen Versuch hatte ich mir nicht mehr oder weniger egale Dekogegenstände, sondern einen tollen Kleiderschnitt und sehr hübschen Stoff besorgt. Mein Ehrgeiz war also mehrfach angestachelt. Und tatsächlich! Nachdem ich meinen Schnitt aus- und den Stoff zugeschnitten hatte, machte es diesmal richtig Spass mit dem Nähen zu beginnen. Mit etwas Konzentration und großer Bereitschaft jede falsche Naht aufzutrennen, habe ich an zwei Tagen ein halbfertiges Kleid genäht. Das dafür vermutlich zwei Mal;)

Kleid fertigstellen

Jetzt fehlen an meinem Kleid allerdings noch der Reißverschluß und der Saum – und mir die eigene Nähmaschine. Das halbfertige Kleid im Schrank hängennzu haben ist leider etwas demotivierend. Vor allem, weil ich genau weiß, dass je länger das Kleid dort hängt, desto größer die Wahrscheinlichkeit wird, dass ich es nie selbst beenden werde.