{"id":664,"date":"2012-06-17T11:02:23","date_gmt":"2012-06-17T09:02:23","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=664"},"modified":"2013-09-30T20:19:39","modified_gmt":"2013-09-30T18:19:39","slug":"sommer-oder-12-die-kunststromung-die-du-am-meisten-magst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=664","title":{"rendered":"Sommer! oder 12. Die Kunststr\u00f6mung, die du am meisten magst"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt sie immer \u2013 Gem\u00e4lde, Karikaturen, Photographien, Zeichnungen oder Skizzen, die nach einem Museumsbesuch oder einer Ausstellung h\u00e4ngen bleiben. Und die eigentlich zu sch\u00f6n sind, um sie nur allein gesehen zu haben. Abhilfe schaffen da zum Teil Kunstpostkarten, die es im Museumsladen gibt. Aber selbstverst\u00e4ndlich nicht zwingend gerade von den Bildern, die einen pers\u00f6nlich angesprochen haben.<\/p>\n<div style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a title=\"Vitrail de Kolo Moser dans l'\u00e9glise St L\u00e9opold de Steinhof (Vienne\/Autriche) von dalbera bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dalbera\/1259605892\/\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/farm2.staticflickr.com\/1025\/1259605892_8d523ba08a.jpg\" alt=\"Vitrail de Kolo Moser dans l'\u00e9glise St L\u00e9opold de Steinhof (Vienne\/Autriche)\" width=\"500\" height=\"415\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Kolo Moser \u2013 Glasfenster Vien (Foto von dalbera)<\/p><\/div>\n<p>Und zu Sommer passt f\u00fcr mich vor allem dieses Ringelblumenbild von Koloman Moser (geb. 1868), ein Mitglied der Wiener Werkst\u00e4tten, die den Jugendstil vor allem im Kunsthandwerk gepr\u00e4gt haben, nichtsdestotrotz aber auch Bilder geschaffen haben. Koloman Moser selbst war teilweise ein Rebell &#8211; mit 17 bestand ohne das Wissen seiner Eltern die Aufnahmepr\u00fcfung an der Akademie der bildenden K\u00fcnste Wien, 7 Jahre sp\u00e4ter geh\u00f6rte er zum Siebener Kreis, aus dem sp\u00e4ter die Wiener Secession entsteht. Anfang des 20. Jahrhunderts ist er vor allem im Kunstgewerbe t\u00e4tig, fertigt M\u00f6bel- und Glasentw\u00fcrfe,\u00a0steuert Illustrationen zur &#8220;Ver Sacrum&#8221; &#8211; Zeitschrift der Wiener Secessionsbewegung bei und entwirft Kleidungsst\u00fccke. Seine Wohnung m\u00f6bliert er mit <a href=\"http:\/\/www.leopoldmuseum.org\/de\/presse\/daueraustellungen\/98\" target=\"_blank\">M\u00f6bel<\/a> nach seinen Entw\u00fcrfen. 1918 stirbt er.\u00a0 Gerade diese Vielseitigkeit des Jugendstils macht die Str\u00f6mung f\u00fcr viele interessant. Denn dem Jugendstil ging es nicht nur darum auf eine neue Art und Weise zu malen, wie es im Impressionismus der Fall war. Es ging darum in allen Lebensbereichen eine neue Formensprache einzusetzen &#8211; dieses Bestreben sieht man auch beim ber\u00fchmtesten Vertreter, Gustav Klimt, der gleichfalls f\u00fcr seine Lebensgef\u00e4hrtin Kleider entworfen hat, aber genauso H\u00e4user mit Fresken ausgestattet hat. H\u00e4ufig wird die Sezessionsbewegung kritisiert, weil sie zu vereinfachende Formen, zu stilisierte Naturabbildungen und dekorative Muster geschaffen hat. Andererseits liegt darin auch der Reiz &#8211; wer schon mal im komplett im Jugendstil eingerichteten Haus in <a title=\"musee de l'ecole de Nancy\" href=\"http:\/\/www.ecole-de-nancy.com\/web\/index.php?page=collections\" target=\"_blank\">Nancy<\/a> war, dem wird klar, dass es eben nicht nur um ein versch\u00f6nerndes oder schockierendes Bild ging, dass man aufh\u00e4ngt und sich daran erfreut, sondern es ging darum ein Leben im neuen Aufbruch zu leben.<\/p>\n<p>Wer Werke des Jugendstils sehen will, dem sei einmal ein Besuch in Wien empfohlen, wo es neben dem Secessionsgeb\u00e4ude v.a. im Leopoldmuseum und in der \u00d6sterreichischen Nationalgalerie Werke von den Wiener Secessionisten zu sehen gibt. Auch im erw\u00e4hnten Nancy gibt es neben dem Museum auch einige H\u00e4user im Jugendstil. Und wer sich f\u00fcr die Glaskunst interessiert, der ist im Passauer Glasmuseum richtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt sie immer \u2013 Gem\u00e4lde, Karikaturen, Photographien, Zeichnungen oder Skizzen, die nach einem Museumsbesuch oder einer Ausstellung h\u00e4ngen bleiben. Und die eigentlich zu sch\u00f6n sind, um sie nur allein gesehen zu haben. Abhilfe schaffen da zum Teil Kunstpostkarten, die es im Museumsladen gibt. 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