{"id":316,"date":"2011-08-21T20:31:52","date_gmt":"2011-08-21T18:31:52","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=316"},"modified":"2013-09-30T20:11:39","modified_gmt":"2013-09-30T18:11:39","slug":"rezensiert-das-haus-des-bucherdiebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=316","title":{"rendered":"Rezensiert: Das Haus des B\u00fccherdiebs"},"content":{"rendered":"<p>Das <a title=\"dritte\" href=\"http:\/\/kulturblaettchen.de\/2011\/08\/10\/rezensiert-die-frau-im-grunen-kleid\/\" target=\"_blank\">dritte<\/a> <a title=\"Buch\" href=\"http:\/\/kulturblaettchen.de\/2011\/08\/11\/rezensiert-die-dienstagsfrauen\/\" target=\"_blank\">Buch<\/a> in meine Ferienleseliste war eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich um das Thema Bibliophilie und Biblomanie drehen.\u00a0<em>Das Haus des B\u00fccherdiebs<\/em> von Alexander Pechmann erschien 2010 im Aufbau Verlag in Berlin und kostet in der gebundenen Ausgabe 16,95 \u20ac.<\/p>\n<p>Im Buch werden Geschichten, die auf &#8220;wahren&#8221; Ereignissen bzw. tradierten Geschichten \u00fcber bibliophile und bibliomsnische Menschen beruhen, wiedererz\u00e4hlt. Dabei h\u00e4tte ich mir gerade bei den ersten Geschichten\u00a0eine Angabe gew\u00fcnscht, woher der Autor sein Wissen \u00fcber die fr\u00fchen B\u00fcchersammler nimmt. Meinen zunehmend durch die Uni gepr\u00e4gten Anspr\u00fcchen an Zitation und Quellenbelege gen\u00fcgt das Verzeichnis der Literatur von und teils \u00fcber die erw\u00e4hnten Personen nur bedingt. Dennoch bietet es die M\u00f6glichkeit zum Weiterlesen.<\/p>\n<p>Die Geschichten spannen den Bogen von abenteurlichen Sammlern, die morden und stehlen, um an bestimmte B\u00fccher zu kommen, \u00fcber die Beschreibung kurioser Sammlungen bis hin zur Schilderung von M\u00e4zenatentum und schnorrenden Literaten.\u00a0Das Buch versammelt so eine Reihe am\u00fcsanter und wunderlicher Geschichten \u00fcber B\u00fccherfreunde. Diese eignen sich jedoch nicht besonders dazu in einem Rutsch gelesen zu werden, da es immer wieder \u00dcberschneidungen und \u00c4hnlichkeiten zwischen den Geschichten gibt.<\/p>\n<p>Besonders st\u00f6rend empfand ich, dass der Erz\u00e4hler Verbrechen immer wieder als sinnvoll und im Dienste der Literatur darstellt, da auf diese Weise viele B\u00fccher erhalten w\u00fcrden, die sonst f\u00fcr immer verloren gegangen w\u00e4ren. In diesem Zusammenhang werden Kanonisierungsprozesse und der Verlust von B\u00fcchern als negativ gezeichnet. Auch das Wegwerfen von B\u00fcchern, die nicht mehr gebraucht werden, als schlecht empfunden wurden oder veraltet sind, wird kritisiert. Insgesamt schien mir das Buch mir immer wieder zu stark darauf aus, grunds\u00e4tzlich alle Literatur bewahren zu wollen, die jemals in irgendeiner Form verfasst wurde.<\/p>\n<p>Dennoch bieten die Geschichten eine unterhaltsame Abwechslung f\u00fcr alle B\u00fccherfans, die sich daf\u00fcr interessieren, welch kurioses Verhalten die Liebe zu B\u00fcchern ausl\u00f6sen kann und sich schon immer gefragt haben, welches Ausma\u00df ihre B\u00fcchersammelwut noch annehmen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das dritte Buch in meine Ferienleseliste war eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich um das Thema Bibliophilie und Biblomanie drehen.\u00a0Das Haus des B\u00fccherdiebs von Alexander Pechmann erschien 2010 im Aufbau Verlag in Berlin und kostet in der gebundenen Ausgabe 16,95 \u20ac. 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