{"id":310,"date":"2011-08-10T10:05:09","date_gmt":"2011-08-10T08:05:09","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=310"},"modified":"2013-09-30T20:11:16","modified_gmt":"2013-09-30T18:11:16","slug":"rezensiert-die-frau-im-grunen-kleid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=310","title":{"rendered":"Rezensiert: Die Frau im gr\u00fcnen Kleid"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Eine Woche Ferien in der Heimatstadt bringt den wunderbaren Vorteil mit sich, dass man sich endlich wieder einmal guten Gewissens der Belletristik zuwenden kann. Die gut sortierte Gemeindeb\u00fccherei unterst\u00fctzt dabei den Leserausch. Mein erster Griff war <em>Die Frau im gr\u00fcnen Kleid<\/em>, ein Roman, den. Ich bereits bei meine letzen Besuch begonnen, aber leider nicht zu Ende gelesen hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Frau im gr\u00fcnen Kleid<\/em> von Stephanie Cowell erschien in der deutschen \u00dcbersetzung 2010 bei Droemer. Das Buch kostet in der gebundenen Ausgabe 18 \u20ac. \u00dcbersetzt wurde die Geschichte mit dem Originaltitel <em>Claude &amp; Camille. A Novel of Monet<\/em> von Susanne Aeckerle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stephanie Cowell erz\u00e4hlt in ihrem Buch nicht nur die Geschichte der Beziehung von Camille und Claude Monet, sondern auch die des Aufstiegs des jungen Malers, bevor dieser mit seinen Seerosenbildern ber\u00fchmt wurde. Nach eigenen Angaben der Autorin, basiert der Roman weitestgehend auf Fakten. Ob das den Tatsachen entspricht, kann ich leider mangels Vorwissens \u00fcber Monet nicht beurteilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Roman beginnt (und endet) jedoch mit einer zweiten Ebene, mit der die Haupthandlung immer wieder durchwoben ist: in diesem Handlungsstrang versucht Claude Monet von Camilles Schwester zu erfahren, welche Bedeutung alte Briefe Camilles haben. Diese Handlung unterbricht in &#8220;Zwischenspielen&#8221; immer wieder die Haupthandlung. Mit dieser ist sie insofern verbunden, als hier die Vorurteile der Familie Camilles gegen\u00fcber Monet deutlich werden. Die Familie wirft ihm vor Camille, die aus einem beg\u00fcterten Elternhaus kommt, ins Elend gebracht zu haben und f\u00fcr ihren fr\u00fchenn Tod verantwortlich zu sein. W\u00e4hrend die Nebenhandlung sehr eng an die Sicht Monets gekn\u00fcpft ist, wird die Haupthandlung von einem neutralen Erz\u00e4hler geschildert. Der Schwerpunkt dieser Geschichte liegt vor allem auf den finanziellen N\u00f6ten des jungen Monet und erz\u00e4hlt nicht nur eine von N\u00e4he und Trennung, Liebe und Distanz gepr\u00e4gte Beziehungsgeschichte, sondern vor allem die Geschichte des Aufstiegs des Impressionismus. Der Kampf um das t\u00e4gliche \u00dcberleben der noch unbekannten K\u00fcnstler wird dabei ebenso geschildert, wie die immmer wieder schwierige Auseinandersetzung mit der Kunst selbst. Dabei ist die Naivit\u00e4t und Kompromisslosigkeit, mit der die jungen M\u00e4nner ihr Leben angehen, immer wieder erstaunlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Besondere des Romans sind jedoch vor allem die Schilderungen von Bildern Monets und der anderen Impressionisten. Neben faszinierenden Geschichten zur Entstehung, machen besonders die Bildbeschreibungen Lust darauf so bald wie m\u00f6glich eine Ausstellung zum Impressionismus zu besuchen. Der Roman ist leider nicht mit einem Bildteil versehen, daf\u00fcr gibt es jedoch einen Index der beschriebenen Bilder, so dass die Lekt\u00fcre immer wieder von Recherchen am Computer unterbrochen wird, um die beschriebenen Bilder auch betrachten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Woche Ferien in der Heimatstadt bringt den wunderbaren Vorteil mit sich, dass man sich endlich wieder einmal guten Gewissens der Belletristik zuwenden kann. Die gut sortierte Gemeindeb\u00fccherei unterst\u00fctzt dabei den Leserausch. Mein erster Griff war Die Frau im gr\u00fcnen Kleid, ein Roman, den. 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