{"id":2849,"date":"2018-02-13T08:32:22","date_gmt":"2018-02-13T07:32:22","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2849"},"modified":"2018-02-12T21:11:31","modified_gmt":"2018-02-12T20:11:31","slug":"im-museum-der-brotkultur-ulm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2849","title":{"rendered":"Im Museum der Brotkultur Ulm"},"content":{"rendered":"<p>Wir bereiten bei uns im Museum gerade die neue Sonderausstellung zum Thema &#8220;Brot. Nahrung mit Kultur&#8221; vor. Da liegt es relativ nahe nicht nur die Publikationen des <a href=\"http:\/\/www.museum-brotkultur.de\" target=\"_blank\">Museums der Brotkultur in Ulm<\/a> zu Rate zu ziehen, sondern auch mal einen Ausflug dorthin zu machen. (Das Europ\u00e4ische Brotmuseum in Eberg\u00f6tzen hat ja leider \u00fcber die Wintermonate geschlossen.)<\/p>\n<p>Das Museum befindet sich im ehemaligen Salzstadel, in dem fr\u00fcher Getreide und zeitweise eben auch Salz gelagert\u00a0wurde. Das Geb\u00e4ude ist entsprechend imposant\u00a0und hat gro\u00dfz\u00fcgige Ausstellungsr\u00e4ume. In der Eingangshalle wurden die beiden Kollegen und ich von der Kassenkraft freundlich begr\u00fc\u00dft.\u00a0Leider darf man nur f\u00fcr private Zwecke und schon gar nicht f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung in sozialen Medien fotografieren \u2013 was wir auch gleich unterschreiben mussten.<\/p>\n<p>Das Museum basiert auf der Sammlung der Unternehmer Willy\u00a0und Hermann\u00a0Eiselen, die eine bunte Mischung aus Kunstwerken und Alltagsgegenst\u00e4nden zum Thema Brot sammelten. Entsprechend ist auch die Dauerausstellung aufgebaut. Kunstwerke dienen zur Erkl\u00e4rung von Geschichte oder stehen v\u00f6llig f\u00fcr sich und wechseln sich auf jeden Fall bunt mit historischen Objekten\u00a0ab. Die Ausstellung startet mit den Anf\u00e4ngen des Brotes im alten \u00c4gypten \u2013 und der Ausstellungsband, den man f\u00fcr 4,50 EUR auch online bestellen kann, verr\u00e4t eigentlich alles, was die Ausstellung zeigt. Das ist leider ein bisschen traurig, immerhin hatten wir uns ein bisschen weiteren\u00a0Input erhofft. So haben wir uns immerhin \u00fcber einige gelungene Inszenierungen besonders zum Brotbacken und drei sch\u00f6ne Medienstationen mit Filmen zu Verarbeitungstechniken von Teig gefreut.<\/p>\n<p>An vielen Stellen ist die Dauerausstellung leider auch in ihrer Wegf\u00fchrung nicht immer ganz offensichtlich: So fanden wir uns mehrfach vor Detailtexten ohne die Einf\u00fchrungstexte wahrgenommen zu haben und besonders an der Stelle mit den Miniaturen, die das Brotbacken zu verschiedenen Epochen zeigen, ist es doch verwirrend, wenn man pl\u00f6tzlich mittendrin anf\u00e4ngt und dann r\u00fcckw\u00e4rts geht. Daf\u00fcr hat das Brotmuseum allerdings auch eine Menge sch\u00f6ner Ausstellungsst\u00fccke: Besonders die Modelle von unterschiedlichen historischen Backstuben\u00a0und Zunftgegenst\u00e4nde sind sehr beeindruckend.<\/p>\n<p>Der Weg durch die Dauerausstellung endet recht seltsam, in dem die Objekte\u00a0immer mehr in den Bereich Kunst und die Themen zu Politik der Ern\u00e4hrung rutschen \u2013 das f\u00fchrt dazu, dass zunehmend nur noch Bilder an der Wand h\u00e4ngen und die Texte immer l\u00e4nger werden. Mir als Kulturwissenschaftlerin machen solche Ausstellungen dann immer weniger Spa\u00df.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr konnten wir im Anschluss an unseren Rundgang noch mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums sprechen. Der zeigte uns ein paar der Objekte, die wir gerne ausleihen wollten. Und der Blick ins Depot eines Museums ist nat\u00fcrlich ohnehin immer spannend.<\/p>\n<p>Insgesamt kann man bei einem Ulm-Besuch ruhig mal ins Museum der Brotkultur gehen. Vor allem, wenn man gerne (Brot) isst und sich generell f\u00fcr Essen und Lebensmittel interessiert. Der Eintritt kostet f\u00fcr Erwachsene momentan 4 Euro und ist damit auch f\u00fcr einen kurzen Besuch erschwinglich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir bereiten bei uns im Museum gerade die neue Sonderausstellung zum Thema &#8220;Brot. Nahrung mit Kultur&#8221; vor. Da liegt es relativ nahe nicht nur die Publikationen des Museums der Brotkultur in Ulm zu Rate zu ziehen, sondern auch mal einen Ausflug dorthin zu machen. 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