{"id":2815,"date":"2017-02-04T10:32:57","date_gmt":"2017-02-04T09:32:57","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2815"},"modified":"2017-01-21T16:38:58","modified_gmt":"2017-01-21T15:38:58","slug":"schweizer-entdeckungen-iii-giacometti-werkschau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2815","title":{"rendered":"Schweizer Entdeckungen III \u2013 Giacometti Werkschau"},"content":{"rendered":"<p>\u00c4hnlich wie mit August Strindbergs malerischen Werk ging es mir mit Schweizer Alberto Giacometti (1901-1966). Aus fr\u00fcheren Ausstellungsbesuchen verband ich mit Alberto Giacometti vor allem lange, drahtig gebaute Skulpturen mit sehr unregelm\u00e4\u00dfiger Oberfl\u00e4che. Die Werkschau <a href=\"http:\/\/www.kunsthaus.ch\/de\/ausstellungen\/rueckblick\/2017\/\">\u201eGiacometti \u2013 Material und Vision\u201c<\/a> im Kunsthaus Z\u00fcrich lie\u00df mich jedoch auch hier ein wesentlich differenzierteres Werk kennenlernen.<\/p>\n<p>Die Grundlage f\u00fcr die Ausstellung bildeten mehrj\u00e4hrige Forschungsarbeiten am Kunsthaus Z\u00fcrich an 75 Originalgipsen Giacomettis. Die Ausstellung war chronologisch gestaltet, wenn auch die Art der Aufstellung der Werke viele Doppelwege beinhaltete, um dem chronologischen Aufbau zu folgen. Einstieg in die Ausstellung bildete sein Fr\u00fchwerk als Jugendlicher, in den Kontext gesetzt zu Werken von seinem Vater. Zudem h\u00e4tte man eine Dokumentation zum Forschungsprozess am Kunsthaus Z\u00fcrich ansehen k\u00f6nnen. Leider gab es nur 4 Sitzpl\u00e4tze, um die ca. einst\u00fcndige Dokumentation zu sehen, was eindeutig zu wenig war im Verh\u00e4ltnis zum Besucherinteresse.<\/p>\n<p>In seinem Fr\u00fchwerk \u00fcbt er vor allem K\u00f6pfe zu formen und m\u00f6glichst naturgetreue Portr\u00e4ts. Erst nachdem er in Paris mit kubistischen Plastiken in Kontakt kommt, sowie mit dem Surrealismus, \u00e4ndern sich seine eigenen Werke. Er experimentiert mit sehr auf klare Formen reduzierten Figuren bzw. Skulpturen, wie man an der <a href=\"http:\/\/www.giacometti-stiftung.ch\/images\/Giacometti_Femme_cuillere.jpg\">\u201eL\u00f6ffelfrau\u201c<\/a> oder diesem <a href=\"http:\/\/www.giacometti-stiftung.ch\/images\/Giacometti_Tete_qui_regarde.jpg\">Kopf<\/a> sehen kann.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs wohnte er haupts\u00e4chlich in der Schweiz. Zu Beginn des Krieges begann er Miniaturskulpturen zu formen, die kaum gr\u00f6\u00dfer als Streichholzschachteln waren, sodass er sie leicht verstecken konnte. Als er nach dem Krieg nach Paris zur\u00fcckkehrt, entwickelt er erst jene ikonografischen langgestreckten Skulpturen. Dabei werden die Glieder immer langgestreckter, der ganze Korpus schmaler und die Oberfl\u00e4che der Skulpturen bleibt rau und rissig. Bekannte Werke, die auch mein Bild von Giacometti gepr\u00e4gt haben, sind \u201eLes Femmes de Venise\u201c (die Frauen von Venedig) et <a href=\"http:\/\/www.giacometti-stiftung.ch\/images\/giacometti_homme_qui_marche.jpg\">\u201eL\u2019homme qui marche\u201c<\/a> (der Schreitende).<\/p>\n<p>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war vor allem seine surrealistische Phase eine Entdeckung. Mehr von Giacomettis Werk gibt es\u00a0 in der <a href=\"http:\/\/www.fondation-giacometti.fr\/en\/\">Fondation Giacometti<\/a> in Paris, im <a href=\"http:\/\/www.kunsthaus.ch\/\">Kunsthaus Z\u00fcrich<\/a>, sowie in der <a href=\"https:\/\/www.fondationbeyeler.ch\/besuch\/\">Fondation Beyeler<\/a> in Riehen\/Basel zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4hnlich wie mit August Strindbergs malerischen Werk ging es mir mit Schweizer Alberto Giacometti (1901-1966). Aus fr\u00fcheren Ausstellungsbesuchen verband ich mit Alberto Giacometti vor allem lange, drahtig gebaute Skulpturen mit sehr unregelm\u00e4\u00dfiger Oberfl\u00e4che. Die Werkschau \u201eGiacometti \u2013 Material und Vision\u201c im Kunsthaus Z\u00fcrich lie\u00df mich jedoch auch hier ein wesentlich differenzierteres Werk kennenlernen. 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