{"id":2812,"date":"2017-01-28T15:43:07","date_gmt":"2017-01-28T14:43:07","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2812"},"modified":"2017-01-21T16:39:20","modified_gmt":"2017-01-21T15:39:20","slug":"schweizer-entdeckungen-ii-das-malerische-werk-strindbergs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2812","title":{"rendered":"Schweizer Entdeckungen II \u2013 das malerische Werk Strindbergs"},"content":{"rendered":"<p>Dass jeder Mensch meist mehrere Talente besitzt ist allgemein bekannt und akzeptiert. Dennoch pr\u00e4gen Schule und Medien durch ihren Diskurs bestimmte Bilder von bekannten Pers\u00f6nlichkeiten. Umso spannender ist es, wenn man scheinbar \u201ebekannte\u201c Pers\u00f6nlichkeiten neu entdecken kann.<\/p>\n<p>Die leider schon beendete Ausstellung \u201eAugust Strindberg. De la mer au cosmos\u201c (Vom Meer bis zum Kosmos) im Lausanner Museum f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste lie\u00df mich den schwedischen Dramatiker August Strindberg (1849-1912) neu entdecken. Aus Schulzeiten war er mir bekannt als Autor naturalistischer Dramen wie \u201eDer Vater\u201c und \u201eFr\u00e4ulein Julie\u201c. Dass er jedoch neben seinem umfangreichen Prosawerk auch als Fotograf und Maler t\u00e4tig war, war mir bisher nicht bewusst.<\/p>\n<p>Strindberg nimmt zun\u00e4chst Kunstunterricht an der Uppsala-Universit\u00e4t und malt in den fr\u00fchen Jahren vor allem Landschaften. In den 1880 Jahren hingegen kann er nichts mit der bildenden Kunst anfangen, da er sie selbst als \u00fcberfl\u00fcssigen Luxus wahrnimmt. Erst als er 1892 auf der Insel Dalar\u00f6 wohnt, beginnt er wieder das Meer und die Natur zu malen. Dabei changiert der Ausdruck der Gem\u00e4lde von dunklen Sturmbildern hin zu sonnigen Darstellungen ruhiger Natur. Ein wiederkehrendes Sujet dieser Zeit ist eine einzelne Blume an einem einsamen Strand. 1892 stellt er auch zum ersten Mal in Schweden aus.<\/p>\n<p>Neben der Malerei experimentiert er auch mit der Fotografie. Neben Portr\u00e4ts, in denen er sich selbst bewusst in verschiedenen Rollen inszeniert, versucht er dar\u00fcber hinaus den Himmel auf Bilder zu fixieren. Da er auch an der Astronomie interessiert war, versucht er in den 1890ern Mond und Sterne mittels einer Kamera ohne Linse zu fotografieren. Im gleichen wissenschaftlichen Interesse besch\u00e4ftigt er sich ab 1907 intensiv mit der Beobachtung von Wolken und versucht eine Regelm\u00e4\u00dfigkeit in der Form der Wolken abzuleiten am selben Standort, indem er die Wolken fotografiert.<\/p>\n<p>Hauptmotive seines Bildwerks sind damit vor allem das Meer und Wolken in seinen verschiedenen Formen. Teils bereits sehr abstrakt bzw. flie\u00dfend dargestellt in seinen Bildern, teils neuartig katalogisiert und auf Abz\u00fcge gebannt in seinem fotografischen Werk. F\u00fcr mich war es eine wunderbare Entdeckung.<\/p>\n<p>Einen kleinen Eindruck zu Strindbergs Werk gewinnt man <a href=\"http:\/\/www.mcba.ch\/en\/exhibitions\/upcoming-exhibitions\/current\/\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass jeder Mensch meist mehrere Talente besitzt ist allgemein bekannt und akzeptiert. Dennoch pr\u00e4gen Schule und Medien durch ihren Diskurs bestimmte Bilder von bekannten Pers\u00f6nlichkeiten. Umso spannender ist es, wenn man scheinbar \u201ebekannte\u201c Pers\u00f6nlichkeiten neu entdecken kann. Die leider schon beendete Ausstellung \u201eAugust Strindberg. 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