{"id":2808,"date":"2017-01-21T15:07:31","date_gmt":"2017-01-21T14:07:31","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2808"},"modified":"2017-01-21T15:11:11","modified_gmt":"2017-01-21T14:11:11","slug":"paul-klee-und-die-surrealisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2808","title":{"rendered":"Schweizer Entdeckungen &#8211; Paul Klee und die Surrealisten"},"content":{"rendered":"<p>Reisen bildet \u2013 diesem Leitmotiv bin ich gefolgt, als ich die Ausstellung \u201ePaul Klee und die Surrealisten\u201c im Berner Paul \u2013 Klee-Zentrum besucht habe, da ich bisher mit ihm wenig verbunden habe.<\/p>\n<p>Paul Klee, 1879 in der N\u00e4he von Bern geboren, gilt heute als einer der bedeutendsten K\u00fcnstler des 20. Jahrhunderts. Trotz der Spuren der verschiedenen Str\u00f6mungen in seinem Werk, steht er relativ solit\u00e4r in seinem Schaffen und Motivwelt. Die Ausstellung<a href=\"http:\/\/www.zpk.org\/de\/ausstellungen\/aktuell\/paul-klee-und-die-surrealisten-1253.html\"> \u201ePaul Klee und die Surrealisten\u201c<\/a> beleuchtet dabei, wie die Surrealisten sich von Klees Werk und Kunstverst\u00e4ndnis beeinflussen lie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Aufbau der Ausstellung <\/strong><\/p>\n<p>Die Ausstellung befindet sich in einem gro\u00dfen Saal, welcher durch Trennw\u00e4nde in viele kleine Kompartiments unterteilt ist, die unterschiedlichen Motiv- bzw. Themenkomplexen gewindet sind. Schade fand ich dabei, dass es keinen eindeutigen Hinweis gab, wo die Ausstellung anfing, sodass ich letztendlich die Ausstellung von hinten nach vorne besichtigt habe.<\/p>\n<p>Denn startet man sogleich rechts des Eingangs, kann man in einem kurzen Videobeitrag einen ersten Einblick in die historische Verkn\u00fcpfung zwischen Paul Klees Werk und der Rezeption desselben durch die Surrealisten bekommen. Zudem finden sich entlang der W\u00e4nde Statements K\u00fcnstler des Surrealismus in Bezug auf Klees Werk. Da ich mich f\u00fcr den Audioguide entschieden hatte, konnte ich jedoch trotz \u201afalscher Richtung\u2018 in den einzelnen abgeteilten R\u00e4umen den Bezug herstellen zwischen Klees Werken und denen der \u00fcbrigen ausgestellten K\u00fcnstler. Beispiele daf\u00fcr sind die Welt als Traum, imagin\u00e4re Pflanzenwelten, r\u00e4tselhafte Portr\u00e4ts und Masken oder imagin\u00e4re Architekturen.<br \/>\n<strong>Paul Klees Werdegang und Einfluss auf das Werk der Surrealisten<\/strong><\/p>\n<p>Paul Klee, der seine k\u00fcnstlerische Ausbildung vor allem in M\u00fcnchen erhielt, war lange Zeit vor allem der Zeichnung zugeneigt und konnte lange mit der klassischen Malerei und der Farbkomposition wenig anfangen. Dies bedauerte er auch und versuchte durch viele Studien sich dem anzun\u00e4hern, bis er dann am Weimarer Bauhaus als Lehrer f\u00fcr den Vorkurs eine Farbtheorie entwickelte, die sich auch in seinen Werken zeigt. Dennoch bleibt die Zeichnung, auch mittels \u00d6lpause, Hauptbestandteil seines Werkes.<\/p>\n<p>In der Berner Ausstellung wird leider nicht thematisiert, dass Paul Klee schon relativ fr\u00fch durch das eigenh\u00e4ndige Anlegen eines Werkverzeichnisses und gezielte PR sich versucht hat als weltabgewandter, vergeistigter K\u00fcnstler darzustellen. Der Berner Ausstellung ist bezeichnenderweise der von ihm gepr\u00e4gte Satz \u201eDiesseits bin ich gar nicht fassbar. Denn ich wohne grad so gut bei den Toten, wie bei den Ungeborenen\u201c vorangestellt. Es wird jedoch nirgends erw\u00e4hnt, dass Paul Klee dieses Bild in der Presse bewusst versucht hat zu pr\u00e4gen von sich selbst. Er jedoch ein fast b\u00fcrgerliches Leben f\u00fchrte, was kaum zu dem Stereotyp passen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz ist diese Selbstkonzeption Klees Leitmotiv f\u00fcr die gesamte Ausstellung. Denn so erkl\u00e4rt es sich, dass er bewusst versucht hat wieder kindlich zu malen, was zu den teilweise in einer Art Wachtraum gemalten Bildern der Surrealisten passt. Auch die teilweise Aufl\u00f6sung jeglicher Perspektiven im Bild finden sich in bei einigen Surrealisten wieder. Insgesamt ist die hergestellte Verbindung zwischen den Surrealisten und Klees Werk gut gestaltet und erm\u00f6glich durch die thematische Anordnung auch einen neuen Blick auf die Werke von K\u00fcnstlern wie Salvador Dali, Pablo Picasso, Max Ernst, Joan Mir\u00f3, Andr\u00e9 Masson und Ren\u00e9 Magritte.<\/p>\n<p>Die Ausstellung l\u00e4uft noch bis zum 12. M\u00e4rz 2017 im <a href=\"http:\/\/www.zpk.org\/de\/besucherinfoshop\/adresse-anfahrt-113.html\">Paul-Klee-Zentrum in Bern<\/a>.<\/p>\n<p>Einen ersten Eindruck in die Ausstellung gibt dieses <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EuNLwXD4k8g\">Video.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reisen bildet \u2013 diesem Leitmotiv bin ich gefolgt, als ich die Ausstellung \u201ePaul Klee und die Surrealisten\u201c im Berner Paul \u2013 Klee-Zentrum besucht habe, da ich bisher mit ihm wenig verbunden habe. Paul Klee, 1879 in der N\u00e4he von Bern geboren, gilt heute als einer der bedeutendsten K\u00fcnstler des 20. Jahrhunderts. 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