{"id":2593,"date":"2016-01-20T11:00:18","date_gmt":"2016-01-20T10:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2593"},"modified":"2016-01-19T13:44:08","modified_gmt":"2016-01-19T12:44:08","slug":"%d1%81%d1%82%d0%be%d0%bb%d0%be%d0%b2%d0%b0%d1%8f-fast-food-auf-russisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2593","title":{"rendered":"\u0421\u0442\u043e\u043b\u043e\u0432\u0430\u044f: Fast Food auf Russisch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Wort &#8220;\u0421\u0442\u043e\u043b\u043e\u0432\u0430\u044f&#8221; [Stolowaja] hei\u00dft erst mal nichts anderes als &#8220;Esszimmer&#8221;. Im heutigen Russland sind diese Stolowajas so etwas wie kantinenartige Restaurants. Sie bieten teilweise rund um die Uhr Essen an. Wie in einer Kantine, nimmt man sich am Beginn sein Tablett und kann sich dann sein Men\u00fc zusammenstellen. Doch neben den Stolowoajas gibt es noch eine Variante russischen Fast-Foods: Blini in allen Varianten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/russische-Speisekarte.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-2677\" alt=\"russische Speisekarte mit Gramm-Angaben\" src=\"http:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/russische-Speisekarte-168x300.jpg\" width=\"168\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/russische-Speisekarte-168x300.jpg 168w, https:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/russische-Speisekarte-576x1024.jpg 576w, https:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/russische-Speisekarte.jpg 1746w\" sizes=\"(max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><\/a> In St. Petersburg gibt es verschiedene Anbieter solcher Stolowajas. Allen gemein ist jedoch, dass sie f\u00fcr relativ wenig Geld russische Hausmannskost anbieten. Wenn man zur Mittagszeit eintritt, herrscht meist Hochbetrieb. Wer sich noch nicht auskennt oder sich nicht entscheiden kann, wird von der Schlange einfach weitergeschoben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn kann man sich Graubrot oder Wei\u00dfbrot nehmen, die typische Beilage zu den verschiedenen Salaten, die als erstes angeboten werden. Die Salate hier sind jedoch nicht aus gr\u00fcnen Salat. Vielmehr gibt es meist eine Variante des &#8220;Salat Olivier&#8221;: das sind kleingeschnittene, ged\u00e4mpfte Karotten, gekochte Eier, Erbsen, Schinkenst\u00fcckchen in einer Art Mayonnaise-Sauce. Meist gibt es auch einen Salat aus roten Beten mit Zwiebeln, oder geraspeltes Wei\u00dfkraut mit geraspelten Karotten. Eine weitere Variante ist Fisch mit verschiedenen Gem\u00fcsen, ebenfalls in einer Mayonnaise-Sauce. Oberhalb der Salatauslage stehen verschiedenst gef\u00fcllte Semmeln. Beispielsweise eine Art Wienerl im Teigmantel oder eine Semmel mit Kraut gef\u00fcllt. Es gibt auch s\u00fc\u00dfe Varianten, die mit Marmelade, Quark oder N\u00fcssen gef\u00fcllt sind. Au\u00dferdem gibt es in den gut sortierten Stolowajas S\u00fc\u00dfigkeiten, die ein bisschen an t\u00fcrkisches Baklava erinnern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer etwas m\u00f6chte, muss das dem Angestellten hinter der Theke sagen und bekommt das gew\u00fcnschte dann durchgereicht. Teilweise wird es auch genau abgewogen. Das ist nicht verwunderlich, da es selbst in den normalen Restaurants \u00fcblich ist, dass angegeben wird, wieviel Gramm man bekommt. Zum Beispiel ein Steak 300g mit 150g Kartoffeln als Beilage und 20ml Sauce.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann kommt man zu den Suppen: je nach Gr\u00f6\u00dfe des Stolowajas gibt es meist zwischen zwei und vier verschiedene Suppen, die angeboten werden. Darunter sind meist Klassiker wie<a href=\"http:\/\/www.russlandjournal.de\/russische-rezepte\/suppen-und-eintoepfe\/borschtsch\/\"> Borsch (<\/a>eine Rote-Bete-Suppe), <a href=\"http:\/\/www.russlandjournal.de\/russische-rezepte\/suppen-und-eintoepfe\/schtschi\/\">Schtschi <\/a>(eine Kohlsuppe), <a href=\"http:\/\/www.russlandjournal.de\/russische-rezepte\/suppen-und-eintoepfe\/erbsensuppe\/\">Erbenssuppe<\/a> in St\u00fcckchen und<a href=\"http:\/\/www.russlandjournal.de\/russische-rezepte\/suppen-und-eintoepfe\/soljanka\/\"> Soljanka<\/a>. Anschlie\u00dfend geht es weiter zu den Hauptgerichten. Es gibt meist Pilaw, ein Reisgericht mit Fleischst\u00fcckchen und Karotten, Frikadellen, Fisch und H\u00e4hnchenschenkel. Letzteres kann dann mit wahlweise Nudeln, Kartoffelp\u00fcree, Buchweizen oder Reis kombiniert werden. Manchmal gibt es auch eine Art Gulasch. Hier kann man sich als Neuling auch mal t\u00e4uschen mit dem Preis, der f\u00fcr das Fleisch oftmals nicht pro Portion sondern pro 100g angegeben ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich darf ein passender Nachttisch nicht fehlen. Neben den bereits geschilderten s\u00fc\u00dfen Semmeln befinden sich in einer gek\u00fchlten Theke Torten. Sie sehen meist aus wie deutsche Sahne &#8211; oder Buttercremetorten, sind aber f\u00fcr den deutschen Geschmack einen Tick zu s\u00fc\u00df. Ein Klassiker der nicht fehlen darf ist &#8220;Medovik&#8221;, eine millefeuille-artige Honigtorte, bei deinen der Teig sich mit s\u00fc\u00dfer Cremef\u00fcllung abwechselt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Teremok.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2680\" alt=\"Teremok\" src=\"http:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Teremok-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Teremok-300x168.jpg 300w, https:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Teremok-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/kulturblaettchen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Teremok.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Weiter geht es dann zu den Getr\u00e4nken: neben schwarzen oder gr\u00fcnen Tee, Kaffee oder Wasser, gibt es meist auch &#8220;kompot&#8221;, ein Getr\u00e4nk, dass aus Trockenfr\u00fcchten und Zucker hergestellt wird. Nun nur noch bezahlen und sich einen Platz suchen. Das Publikum ist sehr gemischt: selbstverst\u00e4ndlich gibt es Studenten, die es als Ersatz f\u00fcr die Mensa nehmen, aber auch Arbeitende, jung und alt gleicherma\u00dfen. Das verwundert nicht angesichts der Preise: einen Teller Suppe gibt es im Schnitt f\u00fcr 45- 60 Rubel, das Hauptgericht kostet je nach Fleischart zwischen 100 und 200 Rubel, ein Getr\u00e4nk ca. 30-50 Rubel. So kann man bereits f\u00fcr 150 Rubel (ca. 2,10 Euro zum Kurs von 1Euro =70Rubel)) satt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer nicht diese breite Auswahl m\u00f6chte und Fan von Pfannkuchen ist, kommt bei den Ketten &#8220;\u0427\u0430\u0439\u043d\u0430\u044f \u043b\u043e\u0436\u043a\u0430&#8221; [tscha\u0341jnaja lo\u0341shka] oder &#8220;\u0422\u0435\u0440\u0435\u043c\u043e\u043a&#8221; [Teremok] auf seine Kosten. Denn hier gibt es statt Burger die russischen Blini in allen Varianten. Wobei in Russland &#8220;\u0431\u043b\u0438\u043d\u044b&#8221; [blini] einfach nur Pfannkuchen hei\u00dft. Auch hier kann man meist noch einen Salat ausw\u00e4hlen und dann Pfannkuchen in allen m\u00f6glichen s\u00fc\u00dfen und herzhaften Varianten. Beispiele sind Pfannkuchen mit roter Beerenmarmelade, Schokosauce, Schokosauce und eingerollter Banane, Topfen oder Honig,<a href=\"http:\/\/teremok.ru\/menu\/bliny_sytnye\/\"> Pfannkuchen mit Lachs<\/a>, mit roten Kaviar, mit Champignons und Salat, mit Tomaten und H\u00fchnchenst\u00fcckchen und Knoblauchsauce&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch hier bestellt man an der Theke und geht dann mit seinem Tablett zu einem freien Platz. Zur Mittagszeit gibt es hier meist noch ein spezielles Angebot des &#8220;Businesslunch&#8221;, der in den Restaurants im Zentrum allgemein \u00fcblich ist. So gibt es meist zwischen 12 und 16 Uhr ein verg\u00fcnstigtes Men\u00fc, bei dem man ein Getr\u00e4nk, ein Tagesgericht und eine Suppe f\u00fcr 200 bis 350 Rubel bekommt. Ansonsten kosten solche gef\u00fcllte Pfannkuchen zwischen 60 und 150 Rubel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere Variante f\u00fcr ein russisches Mittagessen sind Restaurants, in denen es russische <a href=\"http:\/\/www.stolle.ru\/sites\/default\/files\/styles\/bigpirog\/public\/pirogi\/greenonion_0.png?itok=MGN3Phum\">&#8220;Pierogi&#8221;<\/a> gibt. Sie sind nicht zu verwechseln mit den polnischen Piroggen, die den schw\u00e4bischen Maultauschen \u00e4hneln. Die bekannteste Kette ist sicherlich &#8220;<a href=\"http:\/\/www.stolle.ru\/en\/menu\/saint-petersburg\">Stolle<\/a>&#8220;, die diese Art von herzhaften und s\u00fc\u00dfen Pies anbieten. Meinem Geschmacksempfinden handelt es sich dabei um eine Art Hefeteig, der mit verschiedenen Sachen gef\u00fcllt wird. Beispielsweise Pirog mit Zitronenf\u00fcllung, Moosbeeren, Apfel-Zimt oder Johannisbeere, Hase und Champignons, Lachs-Dill, Quark, Wei\u00dfkraut, H\u00e4hnchen&#8230; In diesen Restaurants kann man sich den Pirogkuchen auch zum mitnehmen bestellen und hat dann seinen russisches Mittagessen zum mitnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wort &#8220;\u0421\u0442\u043e\u043b\u043e\u0432\u0430\u044f&#8221; [Stolowaja] hei\u00dft erst mal nichts anderes als &#8220;Esszimmer&#8221;. Im heutigen Russland sind diese Stolowajas so etwas wie kantinenartige Restaurants. Sie bieten teilweise rund um die Uhr Essen an. Wie in einer Kantine, nimmt man sich am Beginn sein Tablett und kann sich dann sein Men\u00fc zusammenstellen. Doch neben den Stolowoajas gibt es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wprm-recipe-roundup-name":"","wprm-recipe-roundup-description":""},"categories":[102,33,287],"tags":[837,799,801,111,797,795,846,800,798],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2593"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2593"}],"version-history":[{"count":34,"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2593\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2706,"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2593\/revisions\/2706"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2593"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}