{"id":2457,"date":"2015-09-14T13:57:47","date_gmt":"2015-09-14T11:57:47","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2457"},"modified":"2015-09-09T13:10:56","modified_gmt":"2015-09-09T11:10:56","slug":"wissensorganisation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2457","title":{"rendered":"Wissensorganisation"},"content":{"rendered":"<p>Vermutlich sammelt jeder w\u00e4hrend seiner Uni-Laufbahn eine Liste mit Dingen, die ich vor dem Studium h\u00e4tte wissen sollen. Am aller meisten \u00e4rgere ich mich immer und immer wieder dar\u00fcber, dass ich zwar eigentlich alle meine gelesenen Texte ordentlich abgeheftet und sortiert habe, aber dennoch meine Literaturdatenbank aus 7 Jahren Studium ein einziges Chaos ist.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche wirklich, jemand h\u00e4tte mir im ersten Semester gesagt: Besuche einen Kurs, in dem du Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi, Endnote oder Zotero kennen lernst. Trage jeden einzelnen Text, den du recherchierst, liest, scannst, nicht-liest in eines dieser Datenbankprogramme ein. Mit vollst\u00e4ndigen Literaturangaben. Und Verschlagwortung. Am Besten auch noch mit einer Kurzzusammenfassung und einer Kurzbewertung. Das wird dir SEHR viel Zeit sparen, wenn du mal ne gro\u00dfe Arbeit schreibst. Mach es immer sofort. Oder wenigstens wochenweise geb\u00fcndelt. Nimm ein Datenbankprogramm, das mit deinem Textverarbeitungsprogramm spricht. Lerne am besten sofort LaTeX und BibTeX zu benutzen. (Das bringt dann auch wieder Probleme mit sich, aber wenigstens auf einer h\u00f6heren Ebene.)<\/p>\n<p>Das ist zwar etwas unfair, weil ich \u00a0feststelle, dass w\u00e4hrend meiner Studienzeit diese Programme deutlich an Verbreitung zugenommen haben. Aber so habe ich eben erst mitten w\u00e4hrend meiner Studienzeit damit angefangen, ein Viertel meiner Texte nie eingetragen, weil es eine unglaubliche Arbeit ist, die zwar unglaublich viel Konzentration erfordert, aber gleichzeitig unglaublich langweilig ist. Au\u00dferdem fehlt die H\u00e4lfte aller Literatur, die ich jemals recherchiert habe, was so viel verschwendete Arbeitszeit bedeutet, dass ich gar nicht dr\u00fcber nachdenken mag. Ich habe w\u00e4hrend meines Studiums und f\u00fcr die Arbeiten, die ich geschrieben habe, unglaublich viel Literatur rezipiert und kann auf so viel nicht so zugreifen, wie ich es gerne wollte. Dass ich keine ordentliche Systematik in meinem Recherche- und Ablagesystem habe, f\u00fchrt auch dazu, dass ich dauernd Texte, die ich schon recherchiert habe, vergesse, \u00fcbersehe und nicht rezipiere. Entsprechend ist die Literaturliste f\u00fcr meine Masterarbeit gerade nicht halb so ordentlich und umfassend und tiefgehend, wie ich es gerne h\u00e4tte. Und folglich bin ich jedes Mal, wenn ich \u00fcber das Kapitel zum Forschungsstand nachdenke, extrem ungl\u00fccklich, weil es nicht so ist, wie ich es am liebsten h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Was mir auch jemand h\u00e4tte sagen sollen ist: Bennene alle Scanns einheitlich. Lege sie systematisch ab. (Und Systematisch bedeutet nicht, dass sie in irgendwelchen sub-sub-sub-Ordnern zu Seminaren liegen, sondern in einem Ordner mit allen Texten, die du je gelesen hast. Lass dein Verwaltungsprogramm darauf zugreifen. Aber verhindere, dass es jemals irgendwas aus diesem Ordner l\u00f6schen darf. Sch\u00fctze diesen Ordner mit allen M\u00f6glichkeiten, er ist dein Heiligtum, DEIN SCHATZ.<\/p>\n<p>Bleibt mir nur, es in Zukunft besser zu machen. Vermutlich werde ich (falls das mit der Promotion klappt) in der n\u00e4chsten Zeit noch genug Texte und Dokumente ansammeln. Und vielleicht werde ich an einem langen Winterabend mal meine gesammelten Texte systematisch sortieren und ablegen (das Dia-Projekt von Wissenschaftlern sozusagen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vermutlich sammelt jeder w\u00e4hrend seiner Uni-Laufbahn eine Liste mit Dingen, die ich vor dem Studium h\u00e4tte wissen sollen. Am aller meisten \u00e4rgere ich mich immer und immer wieder dar\u00fcber, dass ich zwar eigentlich alle meine gelesenen Texte ordentlich abgeheftet und sortiert habe, aber dennoch meine Literaturdatenbank aus 7 Jahren Studium ein einziges Chaos ist. 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