{"id":2449,"date":"2015-06-22T11:03:18","date_gmt":"2015-06-22T09:03:18","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2449"},"modified":"2015-06-22T11:03:18","modified_gmt":"2015-06-22T09:03:18","slug":"eine-wissenschaftliche-arbeit-abschliesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2449","title":{"rendered":"Eine wissenschaftliche Arbeit abschlie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Ein Schreibtisch f\u00fcr sich allein\" href=\"http:\/\/kulturblaettchen.de\/2015\/01\/09\/ein-schreibtisch-fur-sich-allein\/\" target=\"_blank\">Neulich<\/a> habe ich ja schon dar\u00fcber geschrieben, welche Probleme sich beim strukturierten Arbeiten an einem wissenschaftlichen Text so ergeben. Inzwischen habe ich meine Masterarbeit eigentlich fertig geschrieben.<\/p>\n<p>Eigentlich\u2026 Denn obwohl jetzt alles, was zu meiner Gliederung geh\u00f6rt ausformuliert in einem Textdokument steht, hei\u00dft das noch nicht, dass meine Arbeit fertig ist. Gerade merke ich erst, dass ich jetzt erst an einem Punkt bin, wo ich meinen Text noch mal \u00fcberdenken kann, inhaltliche und strukturelle Probleme feststelle, an Formulierungen feile und das ganze zu einem konzisen Endprodukt mache. Das hei\u00dft aber auch f\u00fcr alle zuk\u00fcnftigen Projekte, dass ich wirklich mehr Zeit zum Korrigieren einplanen muss. Weil es mehr ist als nur ein paar Fehler auszumerzen. Es geht darum, dass ich \u00a0Doppelungen vermeide und Argumente sch\u00e4rfe. Ich will die Einleitung und den Schluss nicht nur aufeinander abstimmen, sondern auch sicherstellen, dass die Ergebnisse, die ich im Schluss formuliere auch im Hauptteil erarbeitet werden.<\/p>\n<p>Konkret bedeutet das: Die erste Rohfassung habe ich komplett auf offensichtliche Fehler am Bildschirm durchgelesen. Dann habe ich sie einmal ausgedruckt, um so noch einmal ein anderes Format zu haben und n\u00f6tige Erg\u00e4nzungen besser vornehmen zu k\u00f6nnen. Denn gerade \u00dcberleitungen kann ich viel besser von Hand schreiben. Nach dem Einarbeiten dieser \u00c4nderungen, die mir auch noch einmal einen besseren \u00dcberblick \u00fcber meine Thesen verschafft haben, konnte ich endlich die Einleitung und den Schluss schreiben. Aber gerade beim Zusammenfassen meiner Ergebnisse f\u00fcr den Schluss, kommen mir gerade noch einmal hoffentlich kluge Gedanken, die das, was ich im Hauptteil ausdr\u00fccken wollte, noch einmal pr\u00e4zisieren. Dabei habe ich allerdings gerade das Gef\u00fchl, dass ich in meinem Schluss Ergebnisse formuliere, die in meinem Hauptteil nicht so eindeutig formuliert werden. Also muss ich, nachdem der Schluss fertig ist, noch einmal an einzelne Stellen des Hauptteiles, um dort zu erg\u00e4nzen und zu sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Dann sollen eigentlich auch noch andere meine Arbeit Korrekturlesen. Beim Einarbeiten dieser \u00c4nderungen werden mir vermutlich noch weitere Verbesserungen auffallen. Der hermeneutische Zirkel scheint nicht nur f\u00fcr fremde sondern auch f\u00fcr eigene Texte zu gelten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich habe ich ja schon dar\u00fcber geschrieben, welche Probleme sich beim strukturierten Arbeiten an einem wissenschaftlichen Text so ergeben. Inzwischen habe ich meine Masterarbeit eigentlich fertig geschrieben. Eigentlich\u2026 Denn obwohl jetzt alles, was zu meiner Gliederung geh\u00f6rt ausformuliert in einem Textdokument steht, hei\u00dft das noch nicht, dass meine Arbeit fertig ist. 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