{"id":2255,"date":"2014-04-01T18:11:40","date_gmt":"2014-04-01T16:11:40","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2255"},"modified":"2014-04-01T18:12:01","modified_gmt":"2014-04-01T16:12:01","slug":"was-ich-programmieren-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=2255","title":{"rendered":"Was ich programmieren w\u00fcrde\u2026"},"content":{"rendered":"<h3>\u2026 wenn ich programmieren k\u00f6nnte<\/h3>\n<p>Nachdem ich im vergangenen Wintersemester mich aus Gr\u00fcnden erst mal drauf konzentriert habe, mich pers\u00f6nlich weiter zu entwickeln, Menschen kennen zu lernen, zu reden, zu kochen, fernzusehen und viele echte neue Freunde zu finden, sitze ich seit zwei Wochen endlich, endlich konzentriert an meiner Masterarbeit. Dass ich urspr\u00fcnglich mal den Plan hatte JETZT damit fertig zu sein, vergesse ich einfach sofort wieder. Denn dass das nicht klappt, war schon im Dezember absehbar und ich denke, dass es wirklich wichtig f\u00fcr mich war im letzten Vierteljahr eben nicht zu hundert Prozent auf mein Studium konzentriert zu sein, sondern sehr viele andere Dinge zu tun, die ich daf\u00fcr in den drei Jahren Bachelorstudium nicht in diesem Ausma\u00df getan habe. Gut, das mit dem Timing war irgendwie schlecht, aber man kann sich so was ja jetzt auch nicht gerade aussuchen.<br \/>\nDass ich gerade eigentlich jeden Tag mindestens zwei Stunden produktiv lese, normalerweise aber tats\u00e4chlich vier bis f\u00fcnf Stunden Arbeitszeit komme, f\u00fchlt sich leider nur jeden einzelnen Tag nach NICHT GENUG an. Dabei zeigen leidvolle Erfahrungen aus meinem bisherigen Studium durchaus, dass f\u00fcnf Stunden konzentriertes Lesen und Denken am Tag immer noch dazu f\u00fchren, dass ich sehr genau darauf achten muss, mich genug an der frischen Luft zu bewegen, genug Pausen zu machen, Abschalt-Tage einzuplanen, um nicht am Ende v\u00f6llig denkunf\u00e4hig und \u00fcberlastet zu sein. Mein Gehirn ist leider eine kleine Festplatte, die regelm\u00e4\u00dfig neu gestartet werden muss, um alle Daten richtig abzuspeichern. Und leider meint Neustart nicht, mal eben schlafen, sondern es braucht echte Ruhetage.<br \/>\nNun sitze ich aber hier vor vier unterschiedlichen thematischen B\u00fccherstapeln und obwohl ich jeden Tag bestimmt 100 Seiten ganz unterschiedlich schwieriger Texte lese (und die meisten sind doch eher anstrengend), habe ich das fiese Gef\u00fchl nicht vorw\u00e4rts zu kommen. M\u00f6chte mir nicht bitte eben mal jemand eine App schreiben, die anhand von Seitenangaben in meinen Exzerpten berechnet, wie viele Seiten ich gelesen habe. Der ich im Idealfall auch noch sagen kann, ob es sich um schwer oder leicht zu lesende B\u00fccher handelt. Eine App, die mir am Ende des Tages sagt: \u201eHeute hast du sooooo viel gelesen. Das ist ganz wunderbar von Dir.\u201c Denn: ich lese seit gef\u00fchlten Jahren die selben vier B\u00fccher und es f\u00fchlt sich nicht so an, als w\u00fcrde ich demn\u00e4chst mit neuen anfangen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 wenn ich programmieren k\u00f6nnte Nachdem ich im vergangenen Wintersemester mich aus Gr\u00fcnden erst mal drauf konzentriert habe, mich pers\u00f6nlich weiter zu entwickeln, Menschen kennen zu lernen, zu reden, zu kochen, fernzusehen und viele echte neue Freunde zu finden, sitze ich seit zwei Wochen endlich, endlich konzentriert an meiner Masterarbeit. 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