{"id":1973,"date":"2013-09-19T10:56:12","date_gmt":"2013-09-19T08:56:12","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=1973"},"modified":"2013-09-19T22:14:21","modified_gmt":"2013-09-19T20:14:21","slug":"leseliste-1-19-09-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=1973","title":{"rendered":"Leseliste (1) 19.09.2013"},"content":{"rendered":"<p>Im Herbst des letzten Jahres hatte ich es ja schon mal versucht und dann nicht durchgehalten, aber sinnvoll finde ich es immer noch: Hier im Blog meine pers\u00f6nliche kommentierte Leseliste zu f\u00fchren. Da ich gerade zum einen jede Menge Aufs\u00e4tze zur Vorbereitung auf meine Masterarbeit lese und nicht vergessen m\u00f6chte, was mir dazu so alles einf\u00e4llt und mich zum anderen gerade durch das Buch <em>Kritiken schreiben<\/em> von Stephan Porombka arbeite, der explizit zum f\u00fchren einer kommentierten Lesejournals auffordert, starte ich hiermit den zweiten Versuch.<\/p>\n<h3>Gelesen:<\/h3>\n<p>Endlich die letzen Briefe aus Frances Burneys\u00a0<em>Evelina<\/em> gelesen. Nach eineinhalb Jahren bin ich dann auch mit diesem Buch endlich durch. Warum gibt es zum Ende hin eigentlich nur noch Briefe von Evelina? So viel reifer und weltgewandter ist sie jetzt ja auch nicht geworden, dass sie den Rat ihres Ersatzvaters jetzt nicht mehr n\u00f6tig h\u00e4tte\u2026 Warum sind alle M\u00e4nner in diesem Buch so schrecklich? Ist doch schade\u2026 Und liegt es an mir, oder sind wirklich alle (!!) Personen in diesem Buch irgendwie hysterisch?<\/p>\n<p>Stephan Porobka\u00a0<em>Kritiken Schreiben.<\/em> Bisher nur die ersten beiden Kapitel \u2013 jetzt muss ich mich erst mal durch die ganzen coolen Aufgaben arbeiten, die er da so stellt. Mit dem Lesejournal hab ich hier angefangen. Als n\u00e4chstes dann wohl &#8220;Gehe in eine Bibliothek, die mit dem eigenen Interessengebiet absolut nichts zu tun hat und erstelle eine Bibliographie, die wiedergibt, was die aktuellen Fachtrends sind&#8221;. Sehr pointiert geschrieben, bei den gestellten Aufgaben wird total schl\u00fcssig begr\u00fcndet, warum sinnvoll sind, wenn man besser schreiben m\u00f6chte. Klarer Stil, schl\u00fcssige Beispiele, tolle Pointierungen.<\/p>\n<p>In\u00a0<em>Das Wochenendbuch<\/em>\u00a0\u00a0rumgebl\u00e4ttert. Ziemlich cool. Ein bisschen wie Schotts Sammelsurium (und vermutlich einfach dessen Vorl\u00e4ufer, da das Wochenendbuch urspr\u00fcnglich in verschiedenen Ausgaben in den 20er Jahren ver\u00f6ffentlicht wurde). Anders als die Sammelsurien enth\u00e4lt das Wochenendbuch aber nicht unn\u00fctze (und gerade deshalb interessante) Statistiken und Fakten, sondern ist viel st\u00e4rker \u00a0ausformuliert. Es gibt unterhaltsame Texte und Ideen zu allem, was einem so an einem Wochenende einfallen kann: Spiele, Vogelkunde, Wald und Wiese, Lyrik \u2026 Es ist weniger Lekt\u00fcre, sondern mehr Inspiration und Ratgeber f\u00fcr ein unterhaltsames Wochenendprogramm. Durch die vielen verschiedenen Einzelthemen ist es gut zum Nebenher-Lesen geeignet und bietet sich auch hervorragend an mal was zu v\u00f6llig anderen Gebieten zu lesen, als man das \u00fcblicherweise tut. (Herausgegeben von Francis Meynell; \u00dcbersetzt von Silvia Kinkel, Gea Olbricht, Nina Schweling, Tanya Stewner und Elvira Willems)<\/p>\n<p>Irgendwie traurig, dass es solche B\u00fccher heute nicht mehr gibt. Die Neuauflage von 2005 basiert immerhin auf verschiedenen Ausgaben der 50er Jahre. \u2013 W\u00e4re doch ziemlich cool wenn man in jedem Hotel und jeder Pension eines finden k\u00f6nnte. Andererseits denke ich dann doch auch wider, wie momentan bei so vielem, dem ich in historischen Kontexten begegne und das ich dann kurz vermisse, irgendwie stellt mein Feedreader ja meine pers\u00f6nliche Ausgabe des Wochendenbuchs dar. Mit der gro\u00dfartigen Besonderheit, dass sich die Texte dort auch noch st\u00e4ndig \u00e4ndern und quasi niemals ausgelesen sind.<\/p>\n<h3>Wor\u00fcber mal jemand was schreiben m\u00fcsste:<\/h3>\n<p><em> Dinnerparties now and then. Ein kulturhistorischer Vergleich von Abendeinladungen des gebildeten B\u00fcrgertums.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Herbst des letzten Jahres hatte ich es ja schon mal versucht und dann nicht durchgehalten, aber sinnvoll finde ich es immer noch: Hier im Blog meine pers\u00f6nliche kommentierte Leseliste zu f\u00fchren. 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