{"id":1733,"date":"2013-05-04T16:40:26","date_gmt":"2013-05-04T14:40:26","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=1733"},"modified":"2013-04-29T19:59:31","modified_gmt":"2013-04-29T17:59:31","slug":"la-traviata","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=1733","title":{"rendered":"La Traviata"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Im Kaffeehaus\" href=\"http:\/\/kulturblaettchen.de\/2013\/04\/06\/im-kaffeehaus\/\" target=\"_blank\">Kaffeehaus<\/a>, <a title=\"Der Geizige\" href=\"http:\/\/kulturblaettchen.de\/2013\/04\/17\/der-geizige\/\" target=\"_blank\">Theater<\/a>, Oper \u2013 wir steigern die Opulenz. In die <a href=\"http:\/\/www.wiener-staatsoper.at\" target=\"_blank\">Wiener Staatsoper<\/a>\u00a0geht man ja vor allem des Gesamterlebnisses wegen. Das ist in der Staatsoper in Wien mit der richtigen Strategie sogar durchaus erschwinglich. Denn \u2013 und ich erz\u00e4hle hier leider kein echtes Geheimnis \u2013 eine Stunde vor Vorstellungsbeginn wird im Opernhaus die Abendkassa mit den Stehplatzkarten ge\u00f6ffnet. Und f\u00fcr &#8220;normale&#8221; Vorstellungen reicht es locker, kurz davor an der richtigen Kasse anzustehen. Wobei das &#8220;die richtige Kasse&#8221; deutlich betont werden muss: Sonst irrt man n\u00e4mlich erst mal durch das halbe Haus und steht dann eine Viertelstunde sp\u00e4ter am Ende einer langen Schlange. Der zweite Trick ist, nachdem man die Karte erworben hat, auf keinen Fall zu denken, man k\u00f6nne jetzt noch gem\u00fctlich einen Kaffee trinken und eine Kleinigkeit verzehren. Denn die Stehpl\u00e4tze sind nicht nummeriert und werden \u00fcberbucht. Also hei\u00dft es los st\u00fcrmen und Pl\u00e4tze mit Sicht und Schall zu sichern. Denn leider ist die Akkustik im Opernhaus eher durchwachsen. Deshalb h\u00f6rt man zweiten Balkon das Orchester deutlich besser als die S\u00e4nger, was doch etwas st\u00f6rend ist.<\/p>\n<p>Hat man diese Ratschl\u00e4ge befolgt, kann man sich die Zeit mit &#8220;sehen und gesehen werden&#8221; vertreiben. Obwohl das Publikum bei unserem Besuch leider nicht halb so herausgeputzt war, wie ich mir das gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Aber nun leben wir ja nunmal nicht mehr in der k.u.k. Monarchie und m\u00fcssen deshalb auf eine gewisse Portion Opulenz verzichten.<\/p>\n<p>Leider wussten wir nicht, was die perfekte Strategie ist, einen Stehplatz zu ergattern. Deshalb fanden wir uns kurz vor Vorstellungsbeginn mit zu vielen anderen Menschen am Balkon wieder. Von dort konnten wir nur mittelgut h\u00f6ren und dazu auch noch nur die H\u00e4lfte der B\u00fchne sehen. Und dazu auch noch die falsche, denn aus irgendwelchen Gr\u00fcnden wurde vor allem auf der f\u00fcr uns nicht einsehbaren H\u00e4lfte gespielt. (Liebe DramaturgInnen\/RegisseurInnen\/etc. bitte bedenkt doch, dass nicht ausschlie\u00dflich Menschen mit zu viel Geld f\u00fcr zu teure Opernkarten eure Auff\u00fchrungen sehen wollen. Es w\u00e4re doch nett, wenn so gespielt werden w\u00fcrde, dass vom Balkon aus wenigstens hin und wieder etwas von der Handlung erahnt werden kann.)<\/p>\n<p>Dummerweise bin ich damit nun an dem Punkt meines Opernbesuches angelangt, wo mir die Worte fehlen: Wie war die Auff\u00fchrung von <em>La Traviata<\/em>? Leider fehlen mir ja sowohl die gr\u00f6nersche Begeisterungsf\u00e4higkeit, als auch das n\u00f6tige analytische Wissen um wirklich etwas zur Musik sagen zu k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus gehe ich auch quasi nie in die Oper und kann noch nicht mal aus minimalistischem Erfahrungsschatz sch\u00f6pfen. Die Phrase <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Joseph_I.#Kultur_und_Wirtschaft\" target=\"_blank\">&#8220;Es war sehr sch\u00f6n, es hat mich sehr gefreut&#8221; <\/a>zu verwenden, trifft es dann ja doch nicht so genau. Ich sage also: Ich habe noch nicht so besonders viel Verdi gesehen, fand die Musik aber irgendwie cool. Im Gegensatz zu Wagner kann ich mir durchaus vorstellen Verdi auch so anzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Quintessenz ist also: Geht in die Oper es lohnt sich auf jeden Fall (au\u00dfer bei modernen Inszenierungen der Zauberfl\u00f6te *schauder*). Und: ich muss mehr in die Oper gehen!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wiener-staatsoper.at\/Content.Node\/home\/spielplan\/Spielplandetail.php?eventid=1024480&amp;month=05&amp;year=2013&amp;mode=current\" target=\"_blank\"><em>La Traviata<\/em><\/a> kann man in der Wiener Staatsoper in dieser Spielzeit noch an folgenden Terminen sehen:<\/p>\n<ul>\n<li>08. Mai 2013 | 19.30<\/li>\n<li>11. Mai 2013 | 19.30<\/li>\n<li>14. Mai 2013 | 19.30<\/li>\n<li>17. Mai 2013 | 19.00<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaffeehaus, Theater, Oper \u2013 wir steigern die Opulenz. In die Wiener Staatsoper\u00a0geht man ja vor allem des Gesamterlebnisses wegen. Das ist in der Staatsoper in Wien mit der richtigen Strategie sogar durchaus erschwinglich. 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