{"id":1676,"date":"2013-04-12T21:01:35","date_gmt":"2013-04-12T19:01:35","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=1676"},"modified":"2013-04-12T21:01:52","modified_gmt":"2013-04-12T19:01:52","slug":"von-zysten-und-arzten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=1676","title":{"rendered":"Von Zysten und \u00c4rzten"},"content":{"rendered":"<p>Heute ist es genau vier Wochen und drei Tag her, seit ich im Krankenhaus war. Am Nachmittag, des 8. M\u00e4rz 2013 lag ich mit Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und \u00dcbelkeit zu Haus auf dem Sofa und fand alles wortw\u00f6rtlich zum kotzen. Abends fiel ich total ersch\u00f6pft ins Bett, nur um am n\u00e4chsten Tag mit Fieber und immer noch anhaltenden Bauchschmerzen aufzuwachen. Dank der F\u00fcrsorge meiner Tante, bei der ich wohne, Sch\u00fcsslersalz-Cocktails und Belladonna-Globuli war am sp\u00e4ten Nachmittag wenigstens das Fieber so gut wie weg, die Unterleibsschmerzen waren jedoch schlimmer geworden. Gegen 20:00 Uhr rief meine Tante dann beim \u00e4rztlichen Bereitschaftsdienst an und gute zwei Stunden sp\u00e4ter war die \u00c4rztin dann auch da. Sie meinte, nach den Befundungstests sei es nichts Akutes, aber wenn es schlimmer werden w\u00fcrde, solle ich ins Krankenhaus, ansonsten aber auf jeden Fall am Montag zum Hausarzt.<\/p>\n<h3>Montag Morgen ca. 8:30 Uhr Termin bei der Haus\u00e4rztin.<\/h3>\n<p>Nachdem ich ewig mit hustenden Erwachsenen und Kleinkindern im Wartezimmer gewartet hatte, durfte ich zur \u00c4rztin. Wieder die gleichen Tests wie Samstagabend. Nachdem die \u00c4rztin auch noch etwas auf der Schmerzstelle herumgedr\u00fcckt hatte, sagte sie dann, ihrer Meinung nach s\u00e4he das nicht aus wie eine Blinddarmreizung, sondern eher wie etwas Gyn\u00e4kologisches. Toll. Also \u00dcberweisung zum Frauenarzt. Gl\u00fccklicher Weise hatte ich f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag gleich noch einen Termin in meiner Heimatstadt bekommen. Also 1,5 Stunden mit dem Zug nach Hause fahren.<\/p>\n<h3>Dienstag Morgen ab ca. 9 Uhr Termin bei der Frauen\u00e4rztin.<\/h3>\n<p>Zu n\u00e4chst musste ich als neue Patientin den \u00fcblichen Fragebogen ausf\u00fcllen und wurde dann zum Gl\u00fcck relativ schnell aufgerufen. Erst unterhielt sich die Gyn\u00e4kologin mit mir \u00fcber meine Schmerzen und fragte mich einwenig aus. Dann durfte ich zum Ultraschall ins Nebenzimmer. Die \u00c4rztin fuhr mit dem Ultraschallkopf von links nach rechts \u00fcber meinen Bauch, zeigte mir meinen linken Eierstock, meine Geb\u00e4rmutter und meinte dann, beim rechten Eierstock angekommen, es s\u00e4he so aus als w\u00e4re an meinem rechten Eierstock eine 8 cm gro\u00dfe Zyste. Ich solle doch f\u00fcr den Rest des Tages n\u00fcchtern bleiben, weil ich gleich ins Krankenhaus m\u00fcsse, damit die Zyste entfernt werden k\u00f6nne. Also wurde ich mit \u00dcberweisung (8 cm gro\u00dfe Raumforderung am rechten Ovar) ins Krankenhaus\u00a0 geschickt. Es war ca. 11 Uhr.\u00a0Dank Krankenschwester-Mama, die in der Notaufnahme arbeitet, war ich schnell aufgenommen und das erste Blut auch schon zur Untersuchung abgenommen worden. \u00a0Lange Wartezeiten und unterschriebene Erkl\u00e4rungen (OP-Information und Narkose-Aufkl\u00e4rung) sp\u00e4ter, wurde ich um 16 Uhr in den OP gefahren. Ich unterhielt mich noch kurz mit den OP-Schwestern und dem OP-Pfleger. Wurde an den EKG angeschlossen. Dann bekam ich eine Spritze durch meinen Zugang an der rechten Hand und eine Atemmaske aufgesetzt, schlief ein und bekam auch schon nichts mehr mit.<\/p>\n<p>Eine Intubation, Kateterisierung und Bauchspiegelung sp\u00e4ter, so irgendwann zwischen 20 und 21 Uhr kam ich im Aufwachraum wieder zu mir. Die Mama sa\u00df sogar am Bettrand. Noch total neben der Spur redete ich kurz, ohne es richtig zu realisieren mit ihr, schlief noch mal ein, doch dann wurde ich wacher. Wieder auf dem Zimmer schliefen zwei der Zimmernachbarinnen schon schnarchend, die vierte im Bunde war eben so wie ich erst an diesem Tag operiert worden. Die erste Nacht war mit wenig Schlaf, der Unf\u00e4higkeit von Bewegungen und gro\u00dfen Schmerzen verbunden. Im Laufe der n\u00e4chsten Tage ging es mir dank der Pflege von Schwestern, Mutter, Familie und Freunden St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck wieder besser.<\/p>\n<p>Inzwischen warte ich nur noch darauf das die Narben, es sind vier an der Zahl, von meinem K\u00f6rper verschwinden und bin sehr froh das alles wieder da ist wo es hin geh\u00f6rt beziehungsweise von dort weg ist wo es nicht hin geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Tausend dank an meine Familie, daf\u00fcr das sie sich so toll um mich gek\u00fcmmert haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist es genau vier Wochen und drei Tag her, seit ich im Krankenhaus war. Am Nachmittag, des 8. M\u00e4rz 2013 lag ich mit Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und \u00dcbelkeit zu Haus auf dem Sofa und fand alles wortw\u00f6rtlich zum kotzen. 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