{"id":1565,"date":"2013-03-20T22:49:41","date_gmt":"2013-03-20T21:49:41","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=1565"},"modified":"2013-03-20T22:49:41","modified_gmt":"2013-03-20T21:49:41","slug":"vielleicht-sollte-man-doch-die-studiengebuhren-behalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturblaettchen.de\/?p=1565","title":{"rendered":"Vielleicht sollte man doch die Studiengeb\u00fchren behalten&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Hausarbeiten braucht man auch heutzutage noch zum Gro\u00dfteil B\u00fccher, d.h. am besten eine gut ausgestattet Universit\u00e4tsbibliothek. Da ich auch in Frankreich bereits ein paar Hausarbeiten schreiben musste, wollte ich wie gewohnt die notwendigen B\u00fccher, so weit m\u00f6glich, ausleihen.<br \/>\nDas wunderbare in meiner Stadt ist jedoch, dass je nach Studienniveau unterschieden wird, wie viele B\u00fccher man ausleihen kann. Ein Bachelorstudent hat je nach Universit\u00e4tsbibliothek das Recht zwei (!) bis acht B\u00fccher auszuleihen. Im Master sind es dann schon sagenhafte drei und als Doktorand ganze f\u00fcnf B\u00fccher. An besagter Bibliothek kann man sich aber das Recht auf mehr B\u00fccher erkaufen, f\u00fcr 20 Euro im Jahr kann man als Bachelorstudent dann schon 8 B\u00fccher ausleihen.<br \/>\nNeben der Abstufung der Anzahl der B\u00fccher ist auch die Ausleihzeit gestaffelt: Bachelorstudenten haben zwei Wochen Zeit, Masterstudenten drei Wochen, Doktoranden vier Wochen.<br \/>\nF\u00fcr mich pers\u00f6nlich sind sowohl die kurzen Ausleihfristen als auch die Ausleihmenge sehr beschr\u00e4nkend. Bisher kannte ich als Minimalausleihzeit vier Wochen. Mit diesem franz\u00f6sischen System kann man annehmen, dass mehr Studenten schneller an das gleiche Buch kommen und da schlie\u00dflich Platz und vermutlich auch Geld beschr\u00e4nkt sind, wird Doppeltanschaffung und Neuausgaben vermieden. Gleichzeitig steigt die Motivation wirklich in den zwei Wochen das Buch zumindest in den wichtigen Teilen zu lesen &#8211; jeder der aber aus verschiedenen Quellen nur einige wichtige Erkenntnisse herausfiltern muss wird wahnsinnig oder muss sich in der Bibliothek einnisten, deren \u00d6ffnungszeiten jedoch auch beschr\u00e4nkend sind. An meiner Heimatuniversit\u00e4t habe ich den unglaublichen Luxus in der Zentralbibliothek von 8 bis 24 Uhr von Montag bis Donnerstag arbeiten zu k\u00f6nnen, freitags bis 22 Uhr und selbst Sonntag ist tags\u00fcber ge\u00f6ffnet.<br \/>\nHier ist w\u00e4hrend dem Semester nur von 9 bis 22 Uhr ge\u00f6ffnet und samstags tags\u00fcber, doch im laizistischen Frankreich wird die Sonntagsruhe eingehalten. Nat\u00fcrlich sind das immer noch sehr gro\u00dfz\u00fcgige \u00d6ffnungszeiten, aber es \u00fcberrascht schon, dass in einer Gro\u00dfstadt die Bibliotheken k\u00fcrzer ge\u00f6ffnet sind als in einer mittleren Stadt mit Universit\u00e4t.<br \/>\nEinen Beitrag zu den Luxus\u00f6ffnungszeiten meiner Heimatunibibliothek haben sicher die Studiengeb\u00fchren geleistet, die es erm\u00f6glich haben Hiwis einzustellen und den Bestand, vor allem auch an h\u00e4ufig benutzen Lehrb\u00fcchern auszubauen. Zwar zahlt man auch hier in Frankreich &#8220;Einschreibegeb\u00fchren&#8221; von ca. 1000 Euro (was je nach Universit\u00e4t variiert), jedoch scheint sich das nicht auf die Bibliothek in dem Ma\u00dfe auszuwirken, wie das die Studiengeb\u00fchren in Deutschland zum Gro\u00dfteil gemacht haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Hausarbeiten braucht man auch heutzutage noch zum Gro\u00dfteil B\u00fccher, d.h. am besten eine gut ausgestattet Universit\u00e4tsbibliothek. Da ich auch in Frankreich bereits ein paar Hausarbeiten schreiben musste, wollte ich wie gewohnt die notwendigen B\u00fccher, so weit m\u00f6glich, ausleihen. 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