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Musik

Die Umstände ergeben, dass ich gerade in einer Phase bin, in der ich ganz dringend sehr viel Musik hören möchte. (Selbst machen ist auch ok, aber so viel Zeit habe ich momentan leider auch nicht, dass ich stundenlang Klavier und Geige spielen könnte, schließlich möchte meine Masterarbeit dann doch irgendwann noch geschrieben werden.) Nun ist es aber so, dass sich alle Musik, die sich in meiner Sammlung befindet (außer allem vor Beethoven) für mich völlig unerträglich ist, weil sie voller Erinnerungen und Emotionen steckt. Und zwar solchen, die seit mindestens drei Jahren nicht mehr aktuell sind. Und die ich nicht so dringend wieder aufgewirbelt brauche.

Meine aktuelle Stimmungslage ist nun allerdings etwas komplizierter. Irgendwie ist es so eine ausgeprägte Mittlere-Stimmung. Definitiv nicht überschäumend glücklich, aber eben auch nicht so richtig traurig. Leicht betrübt, aber meilenweit entfernt von Tränen, melancholisch auf die positive Art und nur für den Moment. Mit dem Kopf ständig in Erinnerungen an die letzten wundervollen Wochen, bei Menschen, die ich in den nächsten Wochen vermissen muss und gleichzeitig schon voller Vorfreude darauf, wenn solche Erlebnisse wieder möglich sind.

Ich mag Klassik, liebe Bach. Höre gerne alles, was Melodie hat. Klavier und Stimme, Gitarre und Stimme, A Capella oder auch nur Instrumentalmusik. Gerne nicht zu pompös. Swing, Rock‘n‘Roll und alles was früher ist als die 70er lieber als aktuelle Charts. Tipps?


A Midsummer Night’s Dream

Obwohl A midsummer night’s dream ja wirklich überall zitiert und ständig aufgeführt wird und ich das Stück auch schon mehrmals gesehen habe: Immer vergesse ich die Handlung! Dabei ist sie doch schon so geschickt in sich selbst gespiegelt und wiederholt und kommentiert. Aber vermutlich liegt es genau daran.

Jetzt habe ich A midsummer night’s dream mal wieder gesehen. Auf Englisch, gespielt vom English Drama Workshop der Uni Göttingen. Und vielleicht kann ich mich beim nächsten Mal dann endlich an die Handlung erinnern. Die Inszenierung des Stückes schöpfte aus allen Möglichkeiten des Theaters: Mit der Umsetzung von Orchesterumrahmung, Balletteinlagen und Singstücken war sie definitiv als Gesamtkunstwerk angelegt. Dabei habe ich mich vor der Pause allerdings noch gefragt, ob ich diese Inszenierung denn auch gut finden würde. Denn irgendwie dachte ich, dass mich die Schauspieler nicht so richtig in den Bann gezogen hätten und musste viel zu lange darüber nachdenken, dass sie mit allen möglichen Akzente sprachen aber eher nicht mit uppermiddleclass britischem. Dann allerdings kam die Pause viel früher als ich es erwartet hatte – ein äußerst positives Zeichen, dass ich mich doch nicht gelangweilt hatte. Dann stimmte das Orchester nach der Pause auch noch mal nach (zum Glück! sauberere Streicherstimmen) und auch die schauspielerische Leistung riss mich in der zweiten Hälfte noch etwas mehr mit. Ich konnte mich dann zum Glück doch noch von Shakespeares Stück verzaubern lassen

 


Über das Musizieren

Selbst gemachte Musik spielt in meinem Leben ja schon so lange ich denken kann eine Rolle. Als ich ganz klein war, gab es bei uns eine Heimorgel, die nach einem Umzug aus Platzgründen durch ein Klavier ersetzt wurde. Mit sechs Jahren habe ich angefangen Blockflöte zu spielen – nachdem mein Bruder und ich vorher schon jahrelang mit Stricknadeln die Zauberflöte dirigierten und mit besonderer Vorliebe im Auto die Arie der Königin der Nacht schmetterten.

In der ersten Klasse wollte ich schließlich Geige lernen – ein Instrument bei dem ich mit unterschiedlichem Übe-Eifer bis heute geblieben bin. Sehr viel später, die Geige klang für sich so alleine, alle anderen in meiner Klasse am musischen Gymnasium spielten es eh, kam dann noch das Klavier hinzu. Ebenfalls mit stark schwankendem Engagement, was das Üben betraf. Denn leider ist es ja so: Ich möchte weder Geige noch Klavier üben. Ich möchte Geige und Klavier spielen. Nicht hervorragend, schon gar nicht professionell, aber mit akzeptablem Mittelmaß so, dass es Spass macht. Gerne auch zusammen – bloß nicht so, dass ich alleine damit auftreten muss.

Ich liebe Musik. Aber ich höre kein Radio, kaum die Lieder in meiner iTunes-Bibiliothek, außer ein bisschen Bach, wenn ich mich konzentrieren muss, aber eigentlich ganz unkonzentriert bin. Zu viele Geräusche um mich rum machen mich hibbelig und ich konnte mich eigentlich noch nie gut konzentrieren, wenn irgendwas nebenher läuft. Ich werde allerdings – und das habe ich gerade mal wieder ganz besonders stark gemerkt – auch hibbelig und nervös, unausgeglichen und gestresst, wenn ich keine Musik mache.

Manchmal bedauere ich ja sehr, dass das, was früher Hausmusik war, mit dem Aufkommen von Schallplatten, Radio und allen anderen Methoden professionelle Musik aufzuzeichnen und distribuieren, irgendwie ausgestorben ist. Dass es nicht mehr nötig ist, sich zusammenzusetzen und gemeinsam zu singen und zu musizieren, damit Musik ins Leben der Menschen kommt. Dass die wenigsten Leute, die ich kenne, sich spontan hinsetzen und mehrstimmig stundenlang singen können. Aus dem Kopf. Natürlich ist das eine wunderbare Bereicherung für alle, denen es nicht möglich wäre selbst zu lernen, wie man musiziert. Natürlich gibt es immer noch genug Menschen, die sich hinsetzten und gemeinsam Musik machen. Und natürlich ist es mein besonderes Spezialproblem, dass ich mich nur selten mit Pop und Rock erwärmen kann und schon allein bedingt durch die Wahl meiner Instrumente, eher am klassischen Repertoire interessiert bin. Dass ich kein Bandmitglied bin und auch nie eines sein wollte. Aber manchmal bedauere ich doch, dass ich so wenig Menschen kenne, die nur für das persönliche Vergnügen, ohne den Ehrgeiz perfekt und schnell aufführungsreif zu sein Musik machen möchten.

Natürlich spiele ich trotzdem im Orchester (und singe im Chor), aber dabei geht es doch immer um die nächste Aufführung als Antrieb und Motivation. Und wenn etwas nicht klappt, nicht perfekt genug ist, dann sinkt schnell die Frustrationstoleranz und die Stimmung. Dann wird vergessen, dass das gemeinsame Zusammenspiel in jeder viel wichtiger ist, als die eine Aufführung am Ende des Semesters (und auch viel effektiver, wenn es darum geht, dass das Endprodukt schön und gefällig wird).

Ich möchte Stücke spielen und gemeinsam oder abwechselnd immer wieder an der selben Stelle scheitern. Drüber hinweg spielen. So lange von vorn anfangen, bis es doch ganz gut klingt. Gemeinsam spielend üben, statt stur alleine in meiner Kammer zu sitzen. Lieblingsstellen haben, die nur im Zusammenspiel herzzerreißend schön klingen. Ich möchte, dass egal sein darf, wenn sich eine auch nach dem 100. Mal noch immer verspielt. Ich möchte gemeinsam drüber lachen, dass wenn eine die Stelle endlich kann, sich promt die andere verspielt. Ich möchte keine Konzerte geben, nicht stundenlang üben müssen, bevor ich mich überhaupt mit jemandem treffen kann, um zusammenzuspielen. Ich möchte Musik machen und nicht üben. Gemeinsam. Denn das mit der Geige kann ich leider besser, aber alleine klingt sie mir nicht harmonisch genug. Gemeinsam. Denn auch wenn ich kein Publikum brauche: Es ist viel schöner, wenn nicht nur man selbst sich hört, wenn man sich nicht nur selbst hört. Ich möchte Stücke spielen, die leicht genug sind, dass sie irgendwie vom Blatt spielbar sind, so dass man zusammen dran arbeiten kann, dass sie auch schön werden. Die nicht die Technik herausfordern, sondern das Gefühl für Zusammenspiel und Klang.

Ich möchte gemeinsam Musik machen. Weil gemeinsam glücklich macht. Weil Musik machen glücklich macht.


Chorwochenende

Ankommen, essen, singen, schlafen.

Aufwachen, essen, singen, essen, ausruhen, essen, singen, essen, singen, schlafen.

Aufwachen, essen, singen, essen, singen, essen, abfahren.

Glücklich sein.


Rezensiert: Walküre in Detmold

Die Walküre in Detmold von Ralph Bollmann steht schon seit zwei Jahren auf meinem Amazon-Wunschzettel. Genauer gesagt steht das Buch dort, seit Anke Gröner es in ihrem Blog gleich zwei mal zitierte. Jetzt bekam ich es glücklicherweise auf Reisen zwischen die Finger. Und auch wenn ich das Buch leider nicht zu ende lesen konnte, muss ich ganz dringend darüber schreiben. Es gibt nämlich eine ganz großartige Lektüre für zwischendurch, bei der man auch einfach mal quer lesen kann.

Obwohl ich ja durchaus sehr an der so genannten Hochkultur interessiert bin, halte ich das Buch, das eine Art Opernführer ist, nicht nur für Operngänger sehr lesenswert. Ralph Bollmann schreibt nämlich uneingebildet, aber klug und pointiert über seine Reisen kreuz und quer durch Deutschland. Walküre in Detmold entstand aus der Beobachtung, dass es in Deutschland mehr Opernhäuser gibt, als im gesamten Rest der Welt zusammen und aus dem Plan alle diese Opernhäuser auch zu besuchen. Ralph Bollmann reiste also mehrere Jahre durch Deutschland und besuchte Opernaufführungen. Dabei herausgekommen ist ein Reisebericht, der gespickt mit historischem und kunsthistorischem Wissen ist. Die ununterbrochen eingewobenen Anekdoten machen besonders Lust, in den Zug zu steigen und ebenfalls quer durch Deutschland zu reisen. Man könnte dann ebenfalls bedeutende Bauwerke besichtigen Museen, Theater- und Opernaufführungen besuchen und am Ende ein bisschen gebildeter sein. Das jedoch ohne zwanghaft lernen zu müssen, sondern durch Erfahrung und Anschauung, die auch noch Spass macht.

Ich werde also gleich mal eine Spardose mit der Aufschrift “Kulturreisen” anlegen. Denn egal wie günstig laut Bollmanns Beschreibungen die einzelnen Opern auch sein können: Mein schmaler Studentengeldbeutel gibt so viel Kulturkonsum dann doch nicht her.


La Traviata

Kaffeehaus, Theater, Oper – wir steigern die Opulenz. In die Wiener Staatsoper geht man ja vor allem des Gesamterlebnisses wegen. Das ist in der Staatsoper in Wien mit der richtigen Strategie sogar durchaus erschwinglich. Denn – und ich erzähle hier leider kein echtes Geheimnis – eine Stunde vor Vorstellungsbeginn wird im Opernhaus die Abendkassa mit den Stehplatzkarten geöffnet. Und für “normale” Vorstellungen reicht es locker, kurz davor an der richtigen Kasse anzustehen. Wobei das “die richtige Kasse” deutlich betont werden muss: Sonst irrt man nämlich erst mal durch das halbe Haus und steht dann eine Viertelstunde später am Ende einer langen Schlange. Der zweite Trick ist, nachdem man die Karte erworben hat, auf keinen Fall zu denken, man könne jetzt noch gemütlich einen Kaffee trinken und eine Kleinigkeit verzehren. Denn die Stehplätze sind nicht nummeriert und werden überbucht. Also heißt es los stürmen und Plätze mit Sicht und Schall zu sichern. Denn leider ist die Akkustik im Opernhaus eher durchwachsen. Deshalb hört man zweiten Balkon das Orchester deutlich besser als die Sänger, was doch etwas störend ist.

Hat man diese Ratschläge befolgt, kann man sich die Zeit mit “sehen und gesehen werden” vertreiben. Obwohl das Publikum bei unserem Besuch leider nicht halb so herausgeputzt war, wie ich mir das gewünscht hätte. Aber nun leben wir ja nunmal nicht mehr in der k.u.k. Monarchie und müssen deshalb auf eine gewisse Portion Opulenz verzichten.

Leider wussten wir nicht, was die perfekte Strategie ist, einen Stehplatz zu ergattern. Deshalb fanden wir uns kurz vor Vorstellungsbeginn mit zu vielen anderen Menschen am Balkon wieder. Von dort konnten wir nur mittelgut hören und dazu auch noch nur die Hälfte der Bühne sehen. Und dazu auch noch die falsche, denn aus irgendwelchen Gründen wurde vor allem auf der für uns nicht einsehbaren Hälfte gespielt. (Liebe DramaturgInnen/RegisseurInnen/etc. bitte bedenkt doch, dass nicht ausschließlich Menschen mit zu viel Geld für zu teure Opernkarten eure Aufführungen sehen wollen. Es wäre doch nett, wenn so gespielt werden würde, dass vom Balkon aus wenigstens hin und wieder etwas von der Handlung erahnt werden kann.)

Dummerweise bin ich damit nun an dem Punkt meines Opernbesuches angelangt, wo mir die Worte fehlen: Wie war die Aufführung von La Traviata? Leider fehlen mir ja sowohl die grönersche Begeisterungsfähigkeit, als auch das nötige analytische Wissen um wirklich etwas zur Musik sagen zu können. Darüber hinaus gehe ich auch quasi nie in die Oper und kann noch nicht mal aus minimalistischem Erfahrungsschatz schöpfen. Die Phrase “Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut” zu verwenden, trifft es dann ja doch nicht so genau. Ich sage also: Ich habe noch nicht so besonders viel Verdi gesehen, fand die Musik aber irgendwie cool. Im Gegensatz zu Wagner kann ich mir durchaus vorstellen Verdi auch so anzuhören.

Die Quintessenz ist also: Geht in die Oper es lohnt sich auf jeden Fall (außer bei modernen Inszenierungen der Zauberflöte *schauder*). Und: ich muss mehr in die Oper gehen!

La Traviata kann man in der Wiener Staatsoper in dieser Spielzeit noch an folgenden Terminen sehen:

  • 08. Mai 2013 | 19.30
  • 11. Mai 2013 | 19.30
  • 14. Mai 2013 | 19.30
  • 17. Mai 2013 | 19.00

Geschwisterurlaub in Wien – Tag Zwei

Entspannung prägte auch unseren zweiten Tag in Wien. Denn mit “erst mal ausschlafen” und “gemütlich frühstücken” kamen wir nicht vor 11 Uhr aus dem Haus. Der daraus entstehende Nachteil ist allerdings offensichtlich: Immerhin haben Museen nicht die großzügigsten Öffnungszeiten, die man sich vorstellen kann. Außerdem ist die Mittagszeit bei den meisten Urlaubern am beliebtesten und so ist nicht nur der zeitliche Rahmen knapp bemessen, sondern auch der Raum, der einem selbst im Museum zur Verfügung steht. Oder anders gesagt: im brechend vollen Museum hat man noch nicht einmal Muße länger vor einem Bild zu stehen.

Ganz so schlimm war es allerdings doch nicht. Unser Programm für den zweiten Tag in Wien sah den Besuch der Ausstellung 150 Jahre Klimt im Oberen Belvedere vor. Diese läuft noch bis 06.01.2013 und lohnt einen Besuch auf jeden Fall. Denn nicht nur die Anlage und das Schloss sind sehenswert.

Oberes Belvedere

Die Ausstellung versammelt eine Reihe der bekanntesten Bilder von Gustav Klimt. Nicht nur sein Kuss sondern auch Judith und viele weitere Bilder sind dort zu sehen. Leider waren die Räume trotz sonnigstem Wetter ziemlich voll, so dass es schwierig war länger vor einzelnen Bildern zu stehen. Besonders da die Beleuchtung eigentlich verlangte, dass man sich genau den einen Punkt vor dem Bild suchte, der keine Lichtspiegelungen sichtbar machte. Durch völlig schwarze Wände konnten die Bilder jedoch ganz besonders leuchten und der Blick wurde nicht abgelenkt.

Judith (Bild aus der Wiki Commons)

Der Kuss (Bild aus der Wiki Commons)

Zum Belvedere gelangt man am schönsten übrigens durch den Botanischen Garten der Universität Wien. Gerade beim wundervollen Sommerwetter unseres Urlaubs ist es dort auch ruhiger und kühler als in der restlichen Stadt.

 

Der zweite Punkt auf unserer Tagesordnung war eine Führung durch die Wiener Staatsoper. Doch leider wissen wir jetzt zwar alles über den Wiener Opernball (und dass unser völliges Desinteresse daran nicht unbegründet ist), aber immer noch nichts über die Musik, die dort aufgeführt wird. Wenigstens die Tatsachen des Gebäudes konnte unser Gruppenführer nicht wegopernballisieren. So bekamen wir die beeindruckend riesige Bühne mit Brandschutzvorrichtung erklärt und erfuhren zumindest von den günstigen Stehplätzen, die man für normale Vorstellungen recht unkompliziert erwerben kann.

Staatsoper – Bühne

Auch aus der Loge war die Bühne immer noch beeindruckend. Besonders interessant am Gebäude ist, dass ausschließlich der Zuschauerraum im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Neu gebaut wurde ein sehr schöner schlichter Raum, der wesentlich angenehmer ist als die überladenen K. und K. Prunkräume oder das Treppenhaus.

Staatsoper – Publikumsblick auf die Bühne

Staatsoper – Treppenhaus

Der Besuch der Oper lohnt sich auf jeden Fall – um eine stupide Verherrlichung des Opernballs zu umgehen, sollte man vielleicht aber einfach Theaterkarten besorgen und eine Aufführung ansehen. Immerhin sind auch die Wiener Philharmoniker weltbekannt.

 

Nach der Opernführung schlug der Hunger zu. Und da schon lange vor Abfahrt nach Wien feststand, dass Wiener Schnitzel ein absolutes Muss sei, fanden wir uns schnell bei Plachutta wieder. Dort durften wir besonders leckeres, echtes Wiener Schnitzel essen.

Plachutta – Speisekarte

Den zweiten Nachtisch gab es dann allerdings bei Eis-Greissler. Dort gibt es Bio-Eis aus Zotterschokolade (und völlig anderen Geschmacksrichtungen), das RICHTIG lecker ist. Dass wir dort am nächsten Tag nicht noch einmal vorbeigekommen sind, ist höchst bedauerlich!


You die when you’re young…

Passend zum verregneten Sommer, präsentiere ich euch heute die herbstmelancholische Lieder von Anna Ternheim. Es ist immer wieder überraschend, dass die Beatles Recht hatten: man braucht eigentlich nicht mehr als eine Gitarre, seine Stimme und vielleicht noch ein Klavier und ein bisschen Schlagzeug. Aber sonst nichts.

Genau das macht Anna Ternheims Musik aus: nicht viel Schnickschnack, dafür aber der Akzent auf schönen, wenn auch oft melancholischen Texten und ihrer Gitarre. 2004 kam ihr Debütalbum „Somebody outside“ in Schweden raus, bis heute hat sie fünf Alben veröffentlicht. Auch wenn ihre ersten Alben vor allem Coverversionen sind, merkt man das beim Zuhören gar nicht. Beispielsweise hat sie Frank Sinatras „Fly me to the moon“ gecovert, was mir in ihrer  Version sogar noch besser als das Original gefällt. Aber auch „Shoreline“ ,aus dem die Überschrift stammt, ist ein Cover der Band Broder Daniel.

Dass sie nicht nur alleine bezaubern kann, beweisen ihre vielen Kooperationen, so z.B. mit Guillemots Fyfe Dangerfield. Sie ist nicht nur eine „reine“ Singer-Songwriterin, sondern experimentiert immer wieder mit neuen Stilen.

Es lohnt sich einfach mal reinzuhören und in die Ruhe der Musik zu genießen.


Voxenstopp

Mein langes Pfingstwochenende durfte ich nicht nur mit lauter netten neuen Menschen verbringen, sondern auch mit jeder Menge Musik. Der Höhepunkt war die mir bisher unbekannte Acapella-Gruppe voxenstopp. Fünf Jungs aus München haben sich zusammen getan und singen nur von einer Ukulele begleitet Songs, die Spass machen!

Auf youtube gibt es leider nur eine recht begrenzte Auswahl der Lieder von voxenstopp. Menschen aus Süddeutschland können jedoch Konzerte besuchen, die Termine stehen auf der Homepage. Außerdem gibt es einen Shop, in dem man das Debütalbum kaufen kann.